Brennpunkt: "Eier"

Problematisieren wir in unserer Gesellschaft den Konsum von Hühner-Eiern, sind weite Teile der Bevölkerung kaum noch so sensibilisieren. In Zeiten, in denen Tierschützer die für 2006 anvisierte Abschaffung von Legebatterien als glorreichen Sieg zelebrieren, greift der Konsument beherzt zu Eiern aus Boden- oder Freilandhaltung. Frei nach dem vom Deutschen Tierschutzbund geprägten Motto "Augen auf beim Eierkauf" legen viele Menschen Wert auf Bio- und/oder Freilandetiketten. Leider macht sich kaum jemand die Mühe hinter die Kulissen zu blicken und sich die Frage zu stellen, ob diese alternativen Haltungsformen tatsächlich den grundlegenden Bedürfnissen der Hühner nach Freiheit und Unversehrtheit gerecht werden.

Ob Legebatterie, Boden- oder Freilandhaltung, ob Bio oder nicht: Sobald die Kücken in der "Legehennenzucht" aus dem Ei geschlüpft sind, werden sie nach Geschlecht sortiert. Die männlichen Kücken werden in der Regel unmittelbar nach dem Schlüpfen vergast oder zerquetscht, denn der Bauer hat keinen weiteren Bedarf für sie – schließlich werden "Masthähne" auf andere Merkmale als Legehennen gezüchtet. Die weiblichen Kücken werden großgezogen, im Schnitt zwei Jahre lang ausgebeutet und dann, wenn ihre "Legeleistung" nachlässt, geschlachtet und als "Suppenhühner" verwertet. Ihre natürliche Lebenserwartung hätte bis zu 20 Jahre betragen.

Kücken

Die Idylle trügt: Wenn das Kücken männlich ist, wird es bald vergast, vermust oder zerquetscht. Und auch weiblichen Kücken dürfen nicht freudig in die Zukunft blicken, denn nach ihrer Versklavung als Legehennen werden sie ermordet und von uns Menschen verspeist.
Bild: www.photocase.de

Generell haben wir keine ethische Legitimation Hühner zu ermorden, denn sie verspüren wie wir den Wunsch auf Leben und Freiheit. Mit welchem Recht verwehren wir ihnen diesen Wunsch?

Kein Mensch muss Eier konsumieren, um zu überleben: Alle wichtigen Nährstoffe lassen sich auch aus veganer Kost beziehen.

Bodenhaltung

Eine Hundertschaft Vögel auf engsten Raum: Bodenhaltung wird von Tierschützern als bessere Alternative zur Legebatterien propagiert. Einziger Unterschied zur Legebatterie: Die Hühner haben unwesentlich mehr Platz und müssen nicht auf Gittern stehen.
Bild: www.soylent-network.de

Freilandhaltung

Kann es eine Freiheit hinter Gittern geben? Oder warum werden Hühner auch in der so genannten Freilandhaltung eingesperrt? In der Freilandhaltung werden ebenso wie in jeder anderen Haltungsform Hühner versklavt, ausgebeutet und letztlich ermordet.
Bild: www.soylent-network.de

Was ist mit Eiern "eigener" Hühner?

Manche Vegetarier, die zwar eingesehen haben, dass auch an den Eiern aus Freilandhaltungen eine Menge Blut klebt, aber dennoch nicht auf ihr "Frühstücksei" verzichten möchten, könnten auf die Idee kommen, eine private Freilandhaltung zu eröffnen und die Hühner auch dann weiterhin zu versorgen, wenn sie  nur noch wenig oder gar keine Eier mehr legen. Allerdings wären diese Hühner weiterhin Gefangene und des Menschen Untertan – das ist aus anitspeziesistischer Sicht natürlich abzulehnen. Denn auch wenn der Auslauf noch so groß und der Stall noch so gemütlich ist, ihr Lebensraum wäre durch Zäune begrenzt, sie wären Gefangene. Wer selbst Hühner (gefangen)hält, um sich an ihren Eiern zu bereichern, reduziert sie auf eine Funktion als Eierproduzenten. Auch wer dem antispeziesistischen, tierrechtlerischen Argument keine Beachtung schenken möchte, jedoch anerkennt, dass Hühner ein Anrecht auf Leben haben, darf privat ebenso keine Hühner halten wie Eier vom Biohof konsumieren. Denn wer ein lebendes Huhn kauft, finanziert auch gleichzeitig den Mord an mindestens einem Hahn mit: Schließlich schlüpfen aus Eiern im Schnitt genauso viele weibliche wie männliche Kücken. Mit anderen Worten, kommt auf jedes weibliche Kücken in der Zucht ein männliches. Und männliche Kücken werden – wie bereits erläutert – in der "Legehennenzucht" unmittelbar nach ihrer Geburt ermordet. Dass beiweiten nicht jedes weibliche Kücken auch zu einer für den Menschen rentablen "Legehenne" heranwächst und demzufolge während der Zucht ebenfalls ein gewisser Prozentsatz weiblicher Hühner ermordet wird und zudem viele Hennen die Strapazen der Zucht und Haltung nicht überleben, haben wir dabei noch gar nicht berücksichtigt. Kurzum: Selbst wenn wir dich auf unseren Seiten bislang noch nicht von der ethischen Notwendigkeit einer tierrechtlerischen Position überzeugen konnten, und du es weiterhin aus für uns unverständlichen Gründen als gerechtfertigt erachtest, Hühner als Waren zu handeln und zu versklaven, so musst du als Vegetarier dennoch eines anerkennen: Mit dem Kauf von "Legehennen" für eine private Freilandhaltung unterstützt und finanzierst du den Mord von vielen Hühnern.

Es kann niemals "ethische korrekte Eier" geben, denn sie sind stets blutverschmiert, für den Konsum von Eiern müssen völlig losgelöst von der Haltungsform Hühner ihr Leben lassen. Dabei ist es nicht relevant, ob nun bei industrieller Freilandhaltung mehr oder weniger Tiere sterben als in der privaten. Jedes Individuum leidet, jedes Individuum hat ein Anrecht auf Leben. Die einzige Möglichkeit diese Grundfesten der Tierrechte zu achten, besteht darin vegan zu leben.

Was ist mit den Eiern befreiter Hühner?

Wer gewieft ist und sich in Tierrechtskreisen kundig gemacht hat, könnte nun einwenden, was denn mit den Eiern von befreiten Hühnern sei. Wie steht es damit? Was spricht dagegen von Tierrechtlern befreite Hühner bei sich aufzunehmen und die nun mal zwangsläufig anfallenden Eier zu verspeisen? Eine ganze Menge: Hühner solltest du um ihrer selbst willen aufnehmen und nicht, weil du so erpicht darauf bist guten Gewissens Eier konsumieren zu können! Glaubst du, für die Hühner wäre es nicht schlimm jeden Tag Eier zu legen? Hühner gehen dabei bis an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit: In der Natur legen Hühner durchschnittlich 6 Eier, um sich zu vermehren. Gehen Eier verloren oder werden geraubt, ersetzt die Henne sie. Genau diese Eigenschaft wird in der Hühnerhaltung ausgenutzt, denn wenn der Mensch der Henne die Eier raubt, legt sie neue. Die Physiologie der Henne ist selbstverständlich nicht dazu vorgesehen jeden Tag aufs Neue Eier ersetzen zu müssen. Die gesundheitlich Folgen sind verheerend: Da die benötige Menge Calcium zum Bilden der Eierschalen über die Nahrung kaum gedeckt werden kann, entzieht der Körper den Knochen dieses wichtige Mineral. Die Kloake der Henne ist manchmal entzündet und gereizt.

Kannst du untern diesen Umständen wirklich reinen Gewissens ein Ei konsumieren?

Wohin mit den Eiern befreiter Hühner?

Es verbleibt die Frage, was mit den Eiern befreiter Hühner geschehen soll:  Verbleiben die Eier im Nest, versucht die Henne im Frühling sie erfolglos auszubrüten. Tagelang verließe die Henne ihr Nest nicht mehr, würde kaum noch Nahrung zu sich nehmen, bis die Eier langsam verfaulten. Im schlimmsten Fall könnte dies in schweren Infektionen münden. Die Eier zu entnehmen, ist indes auch keine Lösung: Für die Henne könnte dies einen Raub ihrer Schützlinge darstellen! Hier können wir nur abwägen, was das kleinere der beiden Übel ist: Verbleiben die Eier im Nest, läuft die Henne Gefahr zu erkranken und erlebt immer wieder aus Neue das Trauma einer Fehlgeburt, es entwickeln sich keine Kücken in den Eiern. Entnehmen wir die Eier, die die Henne ausbrüten möchte, erlebt die Henne "nur" das Trauma eines Raubs ihrer Schützlinge, trägt aber keine weiteren gesundheitlichen Folgen durch eingeschränkte Nahrungsaufnahme davon. Was nun die Henne mehr traumatisiert, die ständigen "Fehlgeburten" oder aber der Raub ihrer Eier, darüber vermag ein Mensch nicht zu urteilen. Das ethische Dilemma ist nicht aufzulösen, aber wir müssen eine Entscheidung fällen. Neben dem möglichen traumatischen Erlebnis für die Henne, das wir in seiner Tragweite nicht bemessen können, bleibt nur der Erhalt von Gesundheit und Leben als Kriterium. Vor diesem Hintergrund erscheint es weniger schlimm zu sein, die Eier zu entnehmen — denn so setzen wir zumindest nicht die körperliche Gesundheit der Henne aufs Spiel. Eine befriedigende Lösung ist dies jedoch nicht. Wer glaubt die ideale Lösung gefunden zu haben und der Henne das Eierlegen abgewöhnen möchte, der irrt: Hennen haben keinerlei Einfluss auf die Eierproduktion in ihrem Körper. Analog dazu wäre es von ebenso großem Erfolg gekrönt, einem weiblichen Säugetier seine Periode abzugewöhnen.

Ob wir die Eier entnehmen oder nicht, die Henne legt weiterhin Eier – solange bis Kücken aus den Eiern schlüpfen. Eine Bedingung, die nicht zu erfüllen ist.

Doch was soll mit den entnommenen Eiern geschehen? Sie selbst zu konsumieren sollte – angesichts des damit verbundenen Leids für die Hennen – auch für jeden ethisch motivierten Vegetarier ausscheiden. Eier sind keine Lebensmittel, genauso wie Tiere keine Lebensmittel sind!

Einwände von Tierbefreiern

Manche Tierrechtsinitiativen implizieren oder propagieren, die Weitergabe von Eiern befreiter Hühner an uneinsichtige Vegetarier und Omnivore als sinnvolle Verwendung. Sie argumentieren, dass damit Leid eingeschränkt werden könnte, da ja weniger Eier aus konventionellen Haltungsformen konsumiert würden. Zwar betonen so handelnde Tierrechtsinitiativen dabei, dass die Weitergabe seitens der Vegetarier und Omnivoren nicht als Toleranz fehlinterpretiert werden dürfe. Doch wir fragen uns, was denn mehr Toleranz – ja, sogar Akzeptanz – ausstrahlen könnte, als diese konkludente, in sich schlüssige Handlung? Sie geben befreiten Hühnern bei Menschen ein zu Hause, die gelegte Eier in ihrer Nachbarschaft und Bekanntenkreis verschenken oder verkaufen und damit einen Markt für scheinbar "ethisch korrekte" Eier schaffen. Einige dieser Tierrechtinitiativen gehen sogar soweit, die Hennen an Omnivore zu vermitteln, die zusichern, sie nicht zu schlachten aber selbstverständlich die Eier konsumieren.

Wenn ich der Gesellschaft mit Nachdruck verdeutlichen möchte, dass Eier keine Lebensmittel, sondern Früchte der Ausbeutung sind, darf ich sie nicht als Lebensmittel verteilen! Um die eingangs gestellte Frage, was mit den Eiern der befreiten Hühner geschehen soll zu beantworten: Sie gehören weggeworfen, denn sie sind keine Lebensmittel.

Einige Tierbefreier mögen zu bedenken geben, dass unbefruchtete Eier auch kein Abfall seien – und das, obwohl diese Tierbefreier sie selbst als "Menstruationsprodukte" benennen: So sehr wir uns auch von dem Begriff distanzieren, weil wir ethisches Bewusstsein und nicht falsche Ekelgefühle wecken möchten, so müssen wir dennoch zustimmen: Aus biologischmedizinischer Warte betrachtet sind unbefruchtete Eier tatsächlich Menstruationsprodukte, sie sind ein Abfallprodukt des Körpers. Es ist paradox einerseits von "Menstruationsprodukten" zu sprechen aber andererseits in Abrede zu stellen, dass unbefruchtete Eier als "Menstruationsprodukte" Abfall sind.

Abschließend möchten wir an die betroffenen Tierbefreier appellieren, eure gefährliche Weitergabepolitik nochmals zu überdenken. Ja, wir wissen: Es finden sich ohnehin kaum Plätze für befreite Hühner, und es werden unter der Bedingung, dass die Eier nicht weitergereicht oder konsumiert werden dürfen, noch deutlich weniger. Natürlich werden dadurch weniger Leben direkt gerettet werden können, doch wir stehen in der Verantwortung die Spezies der Hühner dauerhaft aus der Sklaverei des Menschen zu befreien – und dieses Ziel gefährden wir immens, wenn wir nicht mit aller Deutlichkeit zeigen, dass Eier alles andere als Lebensmittel sind. Den Konsum von Eiern zu gestatten, durchkreuzt dieses langfristige Ziel diametral.

Das könnte dich auch interessieren::

Kommentare

Ulli: Hallo!
Unsere Hühner leben mittlerweile hinter Stromzaun, wenn wir nich bei ihnen sind. Nach oben ist das ganze mit Maschendraht abgesichert– alles nicht, um die Hühner drin sondern die Räuber ( bei uns vor allem Fuchs und Bussard)draussen zu halten.
Glucken darf, wer will (zur Zeit führt eine Henne Küken)–Hähne können wir zwar nicht alle behalten, aber wer kein neues Zuhause findet darf wenigstens erwachsen werden– dann allerdings wird geschlachtet. Lohnt sich dann auch– denn wir halten Zweinutzungshühner.
Seid doch auch mal so tolerant, wie ihr von anderen erwartet!
(14.11.2009, 09:29 Uhr)

s mn lödrti: cwn4hbiozv89 va²vöo
(05.05.2009, 20:02 Uhr)

blitzkneiser: alles schön und gut, seh ich alles ein. Dann bin ich also ein Tiermörder weil ich das alles esse. Aber ich wurde wie jeder Mensch als Alles esser geboren. Somit ist meine Geburt eigentlich schon ein Verbrechen. Und die Geburt jedes weiteren Kindes weil es ja mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Fleisch und Eier essen wird....
Oder hab ich da was falsch verstanden?
(03.02.2009, 13:33 Uhr)

Sandra Fahl: Hallo,

ich bin selbst seit vielen Jahren Vegetarierin – und das obwohl mir Fleisch schmekt aber weil ich es nicht übers Herz bringe Tiere zu essen. Ich spreche oft mit Menschen aus meinem Umfeld über all diese Themen. Hätte ich dabei die Worte aus dem oben stehenden Text verwendet, wären die Gespräche schnell geändet. Die Menschen verschließen sich wenn man sie so sehr angreift. Auf diese Art erreicht man bei "fleichessern" leider nichts.
(20.12.2008, 17:58 Uhr)

1er von über 6 Milliarden: Das Überleben des Menschen,liegt in der Aufnahme von Nahrung.Es ist Naturgesetz, alles zu essen was Mann bekommen kann oder was einem schmeckt.Das eigendliche problem,ist die unnatürliche bevölkerungsanzahl der Menschheit.Es gibt keine natürlichen fressfeinde sondern nur Kriege,Hunger,Krankheiten und Katastroffen.Diese schrecklichen dinge wünsche ich aber keinen der über 6 Milliarden menschen.währe es dan nicht sinnvoll eine Globale Geburtenkontrolle in die Welt zu ruhfen.Es würde doch sicherlich das Problem der Massenzucht von Nutztieren, aber auch das schreckliche wildern verringern.
(03.06.2008, 23:21 Uhr)

Anonym: ach so, es ist ganz einfach:
Omnivore Menschen sind also böse, schlecht & unethisch.

Und Toleranz der Veganer gegenüber diesen ist verkehrt.

Das klingt in meine Ohren wie vor 70 Jahren in Deutschland, nur waren damals andere Gruppen betroffen.
(16.01.2008, 15:13 Uhr)

natascha: es ist soo grausam was manche menschen einfällt solche tiere zu quelen!! for allem diese bilder.wenn ich so etwas machen würde,(würde ich auch nieeeee.... machen ) dann tät ich mich schemen !!!! was geht in so einen menschen nur vor?? und.... ich möchte gerne helfen das diese quelerei–mord aufhört!! bin vegetarierin und bin stolz drauf . gott sei dank . bitte hört auf mit dieser quelerei bitte !!! natascha
(04.01.2008, 17:42 Uhr)

laura: Ich will die scheiß legebaterien fetzen!!!!!!!!!!!!!! wer ist am start bitte melden bei laura.wernig@web.net
(19.09.2007, 23:34 Uhr)

Bridge: Die Gedanken, die Murx geäußert hat, sind bislang unkommentiert geblieben. Das finde ich schade, denn ebensolche Gedanken hatte auch ich beim Lesen der Zeilen über "Hühnermord".

Ich bin auf einem Selbstversorgerhof aufgewachsen.
Unsere Tiere (Ziegen, Hühner und Enten, Katzen, Hund und Ponys) liefen frei auf dem Hof herum; die Stalltüren blieben tagsüber offen und so konnten die Tiere sich zurückziehen, wie es ihnen gefiel.
Abends wurden die Stalltüren zum Schutz der Tiere, die sich stets freiwillig dort einfanden, geschlossen.

Gerade die Hühner (und das war keine neurotische und überzüchtete Rasse)hatten ein wunderbares Leben – sie landeten auch nicht im Kochtopf, sondern versorgten uns ausschließlich mit Eiern.

Wie Murx schreibt, haben die Hühner häufig Eier "fallen gelassen", ohne sich in der Folge darum zu kümmern.
Diese Eier haben wir gegessen.
Keine der Hennen schien auch nur ansatzweise traumatisiert zu sein – dagegen war dies eine der Enten, die einmal beinahe von einem Pferdetransporter überfahren worden wäre: sie ging wochenlang nicht mehr auf den Hof, hatte Verdauungsprobleme und hat ihre Jungen weggebissen.

Die "beraubten" Hühner hingegen pickten, scharrten und gackerten fröhlich auf dem Hof.

Daher: Ja zum Verbot von Legebatterien, Ja zum Verbot der (Stall–)Bodenhaltung – aber Nein zur grundsätzlichen Stigmatisierung derer, die artgerecht entstandene Eier essen als Mörder oder Mordkomplizen.

Euer Pamphlet gegen die VegetarierInnen ist respektlos, falsch recherchiert und im Ganzen unüberlegt.

Vielleicht gibt es auf diesen, meinen, Beitrag nun eine Antwort.
Ich würde mich freuen.

Bridge
(24.07.2007, 13:15 Uhr)

Der Hühnerbaron: Bei mir haben 4 Hühner 72 qm Freifläche und 16 qm Stall.
Wenn sie nicht mehr legen kommen sie in den Kochtopf – fertig.
(29.04.2007, 20:39 Uhr)

Babaluma: Hallo Herr Falkner,

Sie gehen beim Thema der Hühner/Eier nicht auf die für mich nachvollziehbaren Argumente des Kommentarschreibers "Murx" ein, – warum nicht, passen Ihnen dessen Argumente nicht in den Kram?

Desweiteren wird Ihr Satz, daß Eier keine Lebensmittel seien, auch durch das betonende Ausrufezeichen nicht wahr.
Was ich damit meine: Fleisch, Eier, Milch, Tierhaut, etc. _sind_ Nahrungsmittel bzw. Bekleidungsstoffe, es sind aus guten Gründen für mich individuell keine Lebensmittel oder Bekleidungsstoffe, aber rein faktisch sind sie doch als solche benutzbar, auch wenn sie nach meiner Überzeugung nicht dazu benutzt (!) werden sollen.

Ich selbst lebe seit meinem 15ten Lebensjahr konsequent vegan, Ihre Anwürfe gegenüber Menschen die sich anders verhalten, gehen mir entschieden zu weit: Mörder, Leichenfresser etc..
Bitte denken Sie doch einmal in Ruhe über den Haß, die Verachtung und den Absolutheits– und Überlegenheitsanspruch Ihrer Worte
nach.

mit freundlichen und friedlichen Grüßen
unter Mitgeschöpfen

Babaluma
(22.04.2007, 07:01 Uhr)

adolar: Tolle Seite!
Schade, dass wir die menschlichen Menstruationsprodukte gedankenlos vernichten, wenn wir sie doch sammeln, kochen und zum Frühstück essen und damit Leben retten könnten!
Und wenn sie diese Produkte den Hühnern zum freiwilligen Verzehr anböte, könnte wenigstens die weibliche Hälfte der eieressenden menschlichen Gesellschaft einen Teil ihrer Schuld begleichen.
Männer haben diese Möglichkeit nicht und sind damit einmal mehr benachteiligt.
Es gibt artgerechte Tierhaltung und die gehört mit allen Mitteln gefördert!
(19.03.2007, 20:00 Uhr)

Sarah, Klasse 8: hi! könnte mir vielleicht jemand helfen, der was von eiern/Hühnern verstehet weil ich muss in paar tagen ein GFS(=Referat, nur gezählt als Klassenarbeit)halten und ich war auf so vielen Internetseiten auf denen so viel Zeugs über Boden–, Käfig–, Volieren– und Freilanghaltung kam und des verwirrt einen voll! Kann mir vll jemand eine Zusammenfassung über die Halteformen machen, brauch ganz dringend eine 1 im GFS!

Danke.
(09.01.2007, 21:31 Uhr)

Greta: Ich habe bisher immer Eier von Hühnern gegessen, die frei auf einem Reiterhof herumhüpfen durften. Ohne Zäune oder andere Einschränkungen! Und diese Hühner haben sich absolut freiwillig bei Einbruch der Dämmerung IMMER in einen geschlossenen Stall zurück gezogen! Und vor allem haben sie ihre Eier abgelegt und sind einfach weiter gehüpft. Ohne den Eiern weitere Bedeutung zuzuschreiben. Wie kann man da von "Schützlingsraub" sprechen? Oder von Fehlgeburt*lol*. Ja, ich trauere auch alle vier Wochen, wenn ich eine unbefruchtete Eizelle verliere. Mein Schützling!!!! argh
Und weshalb sollte man diese "Menstruationsabfälle" nicht verwerten? Wieso sollten wir nicht unsere eigenen Haare, die wir jeden Tag verlieren, verwerten? Unsere Welt ist klein und begrenzt, wieso sollten wir da nicht alle "Abfälle", für die wir eine Verwendung haben, auch benutzten? Ihr esst Äpfel. Das sind auch Fortpflanzungsabfälle oder nicht??
Und um auf die Hähne zu sprechen zu kommen. Leider haben sehr sehr viele Menschen, die selbst Hühner halten, noch nicht den Vorteil einer Hühnergruppe mit Hahn entdeckt.
Auf dem Hof, wo die Hühner wirklich ohne Zäune umher hüpfen, wurde immer mal wieder eines von einem Hund oder Fuchs angegriffen. Seit in der Gruppe ein Hahn mitläuft ist das nicht mehr passiert, da dieser seine Hühner wohl verteidigt.
Ich spreche mich ganz klar FÜR artgerechte Hühnerhaltung aus, ohne Zäune, nur mit freiwilligen Schutzeinrichtungen und MIT Hähnen, die ihre Weibchen schützen und nicht vergast werden müssen!

Ihr setzt euch gegen Massentierhaltung/Legebatterien ein. Das ist super! Ich verurteile auch Menschen, die Eier aus Legebatterien kaufen oder verzehren! Aber mit euren radikalen Ansichten vertreibt ihr viele Interessenten, die gerne auch im Tierschutz aktiv werden würden bzw. sich zumindest bewusst ernähren wollen. Das finde ich sehr schade. Ich bin selbst aus Überzeugung Vegetarier aber wieso werde ich hier verurteilt, wo ich doch viel, viel mehr Einsicht zeige als mind.90% der restlichen Deutschen Bevölkerung??
(30.12.2006, 20:15 Uhr)

Chickenking: Hühner, Gänse zu halten – ist für viele Halter und Züchter auch Arterhalt. Wie sollen alte Haustierrassen erhalten werden, wenn nicht durch die Zucht ?

Klar es gibt ja genug Freunde von Monsanto und Konsorten, die das bereits ganz gut hinkriegen mit den Genhühnern. Ist es das was erreicht werden soll ??

Ist eine privat gehaltene Hühnergruppe Ausbeutung und Reduzierung des Tiers Huhn ?

Jedesmal, wenn ich solche Kommentare höre, sehe ich die Sp... vor mir, – im Stadtpark, – während sie mit ihren Hunden Gassi gehen, weil der ja so artgerecht gehalten wird in der 1 1/2 oder 2 Zimmer Wohnung im 7. Stock eines Mietshauses.

Zumindestens meine Hühner weder so gehalten, das sie satt Platz haben, ebenso wie meine Emder Gänse – deren Zucht ich allerdings inzwischen auch aufgegeben habe, weil ... – naja Ihr kennt ja auch den Seuchenhofer ...
(10.11.2006, 00:23 Uhr)

Es werden 15 von 32 Kommentaren angezeigt (Teil 1). [ » ] [ * ]

Bitte gib den Bestätigungscode ein, sonst wird dein Kommentar nicht gespeichert!

authimage