Brennpunkt: "Haustierhaltung"

Von TierschützerInnen wird vielfach auf eine "nicht artgerechte" Haltung von so genannten Haustieren hingewiesen und als besonders grausam geltende Zuchtmethoden werden kritisiert. ArtenschützerInnen und UmweltschützerInnen machen sich gemeinsam gegen den Import exotischer Tiere stark. Jedoch regen sich nur vereinzelt leise Stimmen, gegen Zucht und Haltung von "Haustieren" in ihrer Grundsätzlichkeit. Dabei ist eine radikale Ablehnung der "Haustierhaltung" vor antispeziestischen Hintergrund ebenso notwenig wie die der "Nutztierhaltung", wie der folgende Text verdeutlichen wird.

Viele Menschen leben mit nichtmenschlichen Tieren zusammen, weil sie deren Gesellschaft genießen. Nichtmenschliche Tiere sehen sie als SpielgefährtInnen, Partnerersatz, Medizin gegen Depressionen, Sinn ihres Lebens und vieles mehr – nur nicht als gleichberechtigte Individuen. Manche Menschen nehmen nichtmenschliche Tiere auf, um Zuneigung zu erfahren und sich das Gefühl zu verschaffen, gebraucht zu werden. Mit anderen Worten: Sie funktionalisieren nichtmenschliche Tiere für ihre Zwecke. Selbst Menschen, die die so genannte Nutztierhaltung ablehnen, akzeptieren häufig dennoch die so genannte Haustierhaltung und verkennen dabei, dass die "Haustiere" von ihnen auch als emotionale Nutztiere betrachtet werden. Doch was meine ich, wenn ich von "emotionalen Nutztieren" spreche? Auch in VeganerInnenforen ist immer wieder zu lesen, dass ein Zusammenleben mit nichtmenschlichen Tieren sich positiv auf die menschliche Psyche auswirke oder den Menschen eine Aufgabe gäbe, so dass Menschen wieder einen Sinn in ihrem Leben sähen. Die so genannten Haustiere sollen also einen emotionalen Nutzen für den Menschen erfüllen. Sie sollen den Menschen glücklich machen, indem sie ihm das Gefühl verleihen, gebraucht zu werden und ihn von Gefühlen der Einsamkeit und Traurigkeit befreien. TierrechtlerInnen jedoch sprechen sich konsequent gegen jede Haltung und Instrumentalisierung von nichtmenschlichen Tieren aus. Für Tierrechte zu kämpfen, bedeutet allen Tieren ein Recht auf ein Leben in Freiheit und Unversehrtheit gegenüber dem Menschen zuzusprechen. Nichtmenschliche Tiere leben um ihrer selbst Willen und nicht, um dem Menschen – für welchen Zweck auch immer – zur Verfügung zu stehen.

Meerschweinchen hinter Gittern.

Selbst wenn wie auf diesem Bild der Käfig offen steht, so ist die Freiheit der InsassInnen doch sehr begrenzt: Wer hat ernsthaft Zweifel daran, ob diese Meerschweinchen nicht ein Leben in den grasgrünen Anden unter vielen ArtgenossInnen dem in einer kleinen Wohnung vorziehen würden?

"Aber was ist denn so schlimm an der Haustierhaltung, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden und sie zum gegenseitigen Nutzen ist", höre ich dich fragen. Die so genannte Haustierhaltung ist wie jede anderer Art der Tier(gefangen)haltung Sklaverei. So genannte Haustiere werden verkauft oder verschenkt, dabei werden sie besonders unter ZüchterInnen nach ganz bestimmten körperlichen Merkmalen begutachtet. Sie sollen gemessen an menschlichen Normen gut aussehen und auf Ausstellungen Preise gewinnen. Sind sie dazu nicht geeignet werden sie häufig ausgesetzt oder direkt nach der Geburt ermordet. Die als Haustiere betrachteten Individuen sind für viele Menschen nichts anderes als Waren mit einem bestimmten Wert. Sie betrachten andere Tiere als minderwertige Lebewesen, die zur Belustigung und Erheiterung des Menschen dienen. Solche Tiere sollen für den Menschen da sein und ihm widerspruchslos gehorchen. Wenn sie diesen Ansprüchen nicht gerecht werden, werden sie oft wie Abfall behandelt und "entsorgt" — bestenfalls im Tierheim. Doch das ist nur ist nur die Spitze des Eisbergs: Es geht uns nicht darum, nur bestimmte Haltungsbedingungen abzulehnen oder nur Menschen zu kritisieren, die nichtmenschliche Tiere aussetzen. Wir sprechen uns gegen jede Form der so genannten Haustierhaltung aus, denn sie ist immer mit einer massiven Beschneidung der Rechte nichtmenschlicher Tiere verbunden. Um auf die Frage und die Forderung nach "artgerechte Haltung" zurückzukommen: "Artgerecht" und "Haltung" – das ist ein Widerspruch in sich. Haltung heißt stets Gefangenhaltung im weitesten Sinne. Selbst wenn (gefangen)gehaltene Tiere unbegrenzt Auslaufmöglichkeiten haben, ist ihr Leben größtenteils fremdbestimmt und dem des Menschen untergeordnet. Sie können nicht frei über ihr eigenes Leben entscheiden. Der Mensch entscheidet über Fortpflanzung, Nahrung, Einrichtung des Reviers, dazu kommen Besuche bei TierärztInnen und vieles mehr. Wird ein Tier in Gefangenschaft Mutter, so entscheidet in der Regel der Mensch, ob die Kinder bei der Mutter bleiben dürfen. Artgerecht oder der Art gerecht kann jedoch nur ein Leben in Freiheit sein.

Sklaverei pur: Fische im Aquarium.

Nicht immer ist die Gefangenschaft von so genannten Haustieren so offensichtlich wie bei diesen Fischen: Der Freiheit entrissen werden Fische dazu genötigt auf engsten Raum mit Fischen aus gänzlich anderen Lebensräumen eine bedauernswerte Existenz zu führen. Häufig ist es nicht möglich in Aquarien Lebensbedingungen nachzuempfinden, die auch nur den rein biologischen Bedürfnissen der Fische gerecht werden. So sterben viele "Auquarienfische" einen äußerst qualvollen Tod wenn eine falsche Wasserchemie ihre Schleimhäute angreift.

Die Mär vom "gegenseitigen Nutzen"

Es mag zwar durchaus so sein, dass auch so genannte Haustiere vom Menschen profitieren, indem sie sich nicht um ihre Nahrung sorgen müssen, nicht frieren müssen und umsorgt werden. Doch kann diese eine Entschädigung für ihre Gefangenhaltung und Unterdrückung durch den Menschen sein? Wenn du das so siehst: Möchtest du mit diesen Tieren tauschen? Wenn du diese Frage bejahen kannst und/oder dir das Geschilderte gar nicht schlimm und ablehnenswert erscheint, dann wage das folgende Gedankenexperiment:

Wie fühltest du dich,

Womöglich müsstest du zudem:

Und am Ende könnte es dir sogar passieren ausgesetzt zu werden, sobald du nicht mehr klein und niedlich wärest oder die Menschen "ein anderes Spielzeug" gefunden hätten und dich nur noch als lästig empfänden.

Doch selbst wenn dem nicht so wäre, so wärest du dein Leben lang Eigentum des Menschen, einE SklavIn. DeinE HerrIn alleine würde darüber entscheiden, wie, wo, mit wem und sogar wie lange du leben dürftest.

Opferversorgung ist keine Haustierhaltung

Trotz aller Kritik an der so genannten Haustierhaltung leben bei einigen TierrechtlerInnen nichtmenschliche Tiere. Nun höre ich dich fragen: "Ist das nicht ein Widerspruch?" Lass mich kurz den entscheidenden Unterschied zur "klassischen Haustierhaltung" erklären. TierrechtlerInnen nehmen nichtmenschliche Tiere nicht aus egoistischen Motiven auf. Sie nehmen sie nicht auf, um einen wie auch immer gearteten Nutzen von ihnen zu haben. Hier und heute sind wir leider noch weit davon entfernt, dass jede Form der Gefangenschaft nichtmenschlicher. Tiere abgeschafft ist. Es gibt zahlreiche Tiere die ausgesetzt wurden und auf Grund ihrer jahrelangen Gefangenschaft nicht mehr in der Lage sind in der Natur zu überleben oder nicht an das hiesige Ökosystem angepasst sind. So könnte ein Meerschweinchen hier wohl ebenso wenig auf sich allein gestellt überleben, wie Hunde oder befreite Hühner. Diese Tiere, die Opfer unserer speziesistischen Gesellschaft, einer Gesellschaft, in der andere Tiere als minderwertig und für den Menschen benutzbar angesehen werden, sind größtenteils darauf angewiesen aufgenommen und versorgt zu werden. Wir hoffen, dass es diese Opfer irgendwann nicht mehr geben wird, dass alle Tiere in Freiheit leben. Doch bis es so weit sein wird, sehen wir es als unsere Pflicht an, diese Tiere aufzunehmen.

Fazit

Die "Haustierhaltung" ist nicht minder ein Phänomen speziesistischen Denkens wie der Verzehr von Leichenteilen, geraubten Eiern oder geraubter Muttermilch. Wer als VeganerIn sich gegen Versklavung von Tieren zur Nahrungsproduktion ausspricht, nicht aber im gleichen Maße die Versklavung von Tieren als "Haustiere" ablehnt, ist offensichtlich noch immer von einem speziesistischen Denken besessen: Denn jedes Tier hat ein Anrecht auf Selbstbestimmung und lebt um seiner selbst Willen und nicht, um von uns für unsere Interessen benutzt zu werden! Das schließt Meerschweinchen gleichermaßen ein wie Schweine, Hühner gleichermaßen wie Papageien und Forellen gleichermaßen wie Goldfische.

Kommentare

K: Also erst mal, möchte ich Florian, in wirklich allen Punkten zustimmen. Er hat auf den Punkt gebracht, was mir beim Lesen solcher Artikel in den Sinn kommt.

Im übrigen– die meisten der aufgezählten Tiere lassen sich so gut –nach O–Ton des Artikels– "als Sklaven halten", weil sie soziale Tiere sind, die in (hierachischen!) Gruppen leben und ein "individuelles", "selbstbestimmtes" Leben auch so kaum haben würden wollen.
Katzen z.B., die nicht ganz so sozial sind wie Hunde, lassen sich auch viel weniger "wie Sklaven halten"– wenn etwas nicht geht, dann geht es eben nicht.
Und Tiere, die wirklich überhaupt nicht sozial leben, lassen sich vom Menschen kaum beeindrucken.

Andererseits leben die kleinen Tiere auch nicht ihr Leben lang bei den Eltern oder deren Rudeln, sondern verlassen früher oder später diese.

Dass also "Kinder den Eltern entrissen würden", wie hier im Artikel proklamiert, ist ganz natürlich.


Ansonsten kann ich mich auch dem gesamten Ton der Seite gegenüber zwar nicht gänzlich verständnislos, aber dennoch sehr kritisch, äußern.
Ich würde sagen, ich bin, NICHT nach der Bewegung, sondern im WÖRTLICHEN Sinne eine Antispeziezistin. Denn ich erkenne es an, dass der Mensch nur eines von vielen Tieren ist– sonst wäre er nämlich ein Virus oder eine Pflanze ;–)
ABER ich finde es eben auch falsch, von Menschen erfundene Rechte auf Tiere zu übertragen.

Auch, dass Menschen sich mit Biegen und Brechen, teuren Importen und ganz vielen Pillen auch mit Pflanzen ernähren können. Selbst, wenn es noch tausend Mal einfacher wäre– warum?
Ich sehe im "Mord", den ein Löwe begeht, weder ein Verbrechen noch "unnötiges Leid".
Viel mehr ist es von der Natur her sehr SINNVOLL, dass es Tiere gibt, die andere fressen. Ich sehe da kein Leid, das auf jeden Fall vermieden werden müsse, einfach weil– ja, warum eigentlich? Weil wir Menschen so super toll und schlau sind und es besser wissen müssten? Nicht gerade antispeziezistisch, der Gedanke...
(27.08.2008, 21:06 Uhr)

Florian: Also diese Ausführungen sind – mit Verlaub – völliger Quatsch!

Tiere haben keine Rechte! Denn Rechte (und Pflichten) sind abstrakte Konstrukte, die das MENSCHLICHE Zusammenleben regeln, die menschliche Gesellschaft. Rechte sind daher menschenspezifisch und denklogisch gar nicht auf Tiere übertragbar. Und weil nur Menschen Träger von Rechten und Pflichten sein können, ist es ein verfehlter Ansatz, Tieren, um sie zu schützen, Rechte zuzusprechen. Richtig wäre dagegen, den Menschen Pflichten zu geben, die Tier anständig zu behandeln.

Ich selber habe einige Aquarien. Und ich kann sagen, meinen Fischen geht es besser als den Verwandten in der Natur. Im Aquarium werden meine Fische nämlich regelmäßig mehrere Jahre alt, während in der Natur, hier z.B. im Amazonasgebiet in Südamerika, jedes Jahr in der Trockenzeit 90% der Population aussterben. Die Fische vertrocknen oder verhungern zu tausenden in Restwasserteichen (wo ich meine Fische übrigens z.T. selbst gefangen habe).

Euer tierrechtlicher Ansatz ist doch Augenwischerrei und lenkt von den wirklichen Problemen ab. Und das ist die in gigantischen Ausmaßen fortschreitende Zerstörung der Lebensräume. Wie lächerlich unwichtig ist der Schutz eines Individuums vor Gefangenschaft oder Tot, wenn täglich ganze Arten für immer von der Erde verschwinden, weil ihre Wälder abgeholzt oder ihre Gewässer zugeschüttet werden, um Viehweiden anzulegen oder Fabriken zu bauen?

Ein Großteil der Erkenntnisse – ohne die ein Schutz in der Natur kaum möglich ist – über Verbreitung, Verhalten und Fortpflanzung von tropischen Kleinfischen stammen von privaten Aquarianern und Hobbyforschern wie mir. Wenn sich Menschen mit naturwissenschaftlichen Interesse der Natur und den Tieren nicht mehr zuwenden können, keine Erkenntnisse mehr sammeln dürfen, das Zusammenleben mit den Tieren aufhört, wird sich die menschlich Gesellschaft noch weiter von der Natur entfernen, es wird noch weniger Menschen geben, die überhaupt eine Ahnung davon haben, welche Tiere es gibt und wie bedroht diese sind, und immer weniger, die sich für die wirklich wichtigen Dinge, den Erhalt der Lebensräume, einsetzen.

Denn wie soll ein Mensch, der in der hier skizzierten optimalen antispeziistischen Gesellschaft aufgewachsen wäre, ohne Kontakte zu Tieren, jemals Interesse oder gar Begeisterung für Natur und Tiere aufbringen und damit ein echtes Interesse, diese zu schützen? Eure tierfreie Gesellschaft würde doch nur Kinder hervorbringen, die überhaupt keinen emotionalen Bezug
zu Tieren hätten und der Zerstörung der Natur durch wirtschaftliche Interessen teilnahmslos gegenüberstehen würden wie seelenlose Zombies. Schrecklich!
(22.08.2008, 12:11 Uhr)

maria: mir gefällt der artikel!
natürlich ist es krank, seine psychischen oder emotionalen bedürfnisse über tiere zu befriedigen, die man durch nahrung von sich abhängig macht.
ich denke sogar, dass es komplett unnatürlich ist, tiere regelmässig zu füttern, schon bei wildschweinen oder enten sieht man, dass so etwas das ökosystem durcheinander bringt, die tiere einzusperren oder ins haus zu holen macht die sache nicht besser.
interessant wäre doch mal zu sehen, welche psychischen defizite zu tage treten, wenn man sie nicht mehr durch haustiere verschleiern kann!
vielleicht geben wir uns dann auch mit unseres gleichen wieder mehr mühe,wo man zuneigung nicht so leicht erkaufen kann! (ausnahme sind z.b.:viele ehefrauen aus sozialschwachen ländern)
wäre es nicht erstebenswert, dass wir alle selbstbestimmt leben und frei entscheiden wo wir unsere zeit verbringen, ohne geködert zu werden? meint ihr die freie katze bleibt, wenn sie nicht mehr gefüttert wird? ebenso wie die unselbstständige ehefrau?wenn ja, dann ist es wirkliche zuneigung, habt keine angst vor der wahrheit!
auch den weizen muss man nicht zwingen, dort zu wachsen, wo anderes als unkraut beseitigt wird.
unsere welt ist voller nahrung und reguliert sich bestens von alleine, wenn wir endlich damit afhören, zu meinen wir wüssten alles besser und müssten uns überal manipulativ und regulierend einmischen. was ist aus dem gottvertrauen geworden?
schicke euch liebe!
(04.08.2008, 17:38 Uhr)

Tierliebhaber: Ich bin bekennender Tierhalter und habe diese aus dem Tierheim,bzw.von Vereinen übernommen.Ich glaube auch,das die artgerechte Haltung nur bedingt möglich ist.Das Leben ist auch hier ein Kompromiss.Die meisten die sich für eine Tierhaltung entscheiden beschäftigen sich auch mit der jeweiligen Spezies und deren Bedürfnisse und versuchen es seinen Tieren an Nichts fehlen zu lassen.Wenn wir unsere Heimtiere alle in die Freiheit entlassen ist dies noch weniger artgerecht,weil sie wohl kaum in Lage wären diese Freiheit zu überleben.Es wäre ja noch nicht einmal eine Futtergrundlage in dieser Freiheit gewährleistet,ganz zu schweigen von den ganzen Gefahren die da lauern.Ich denke auch an Alte und kranke Tiere das wäre ein Todesurteil.Ich finde es soll jeder für sich entscheiden.Nur wenn man sich für Tier entscheidet dann gut informiert und mit allen Konsequenzen und so artgerecht wie möglich.Ich wäre übrigens hin und wieder schonmal eines meiner Tiere.
(28.05.2008, 20:49 Uhr)

Yeti: Inwiefern definiert der Antispeziezismus eigentlich zwischen "Opfer"tieren (ich würde hierunter beispielsweise ein aus grausamer Haltung befreites Tier verstehen) und beispielsweise Tierheimtieren? Da ihr es ja durchaus befürwortet ein "Opfer"tier aufzunemen, ist es zu befürworten ein Tierheimtier aufzunehmen (wird ja schon im Tierheim artgerecht versorgt)?

Und an die ganzen Idioten hier die vor mir irgendwelchen omnivoren Unsinn gepostet haben: erst nachdenken (ich mein, so richtig), dann posten. Ich denke nicht das es irgendwen interessiert was euer Jack Russell Terrier– oder sonst was am liebsten zu fressen und zu spielen mag. Denkt doch einfach mal nach: Fändet ihr es toll, wenn ihr als frischgebackene Eltern vielleicht 6 Monate nach der Geburt eures Kindes, es weggenommen bekommen würdet, nur weil irgendjemand meint das er es haben will?
(18.03.2008, 17:44 Uhr)

maria: 1–Kastration, kommt bei uns nur in Frage, wenn das Tier leidet oder aus gesundheitlichen Gründen. Auch bei übertriebenen Trieb (wäre auch beim Mensch nich verkehrt) meine Meinung

2–Auch in freier Wildbahn sind die Welpen (Jungtiere) nur eine kurze Zeit geduldet

3–Sind wir nich alle in irgendeiner Form abhänging???

4–Bietet man Abwechslung, merkt man schnell was das Tier mag oder nicht.

5–Ich lass meine Tiere auch auf mich zukommen, sie zeigen wann sie Streicheleinheiten möchten

6–Wenn Du etwas gespür hast, weisst Du was Dein Tier möchte, seine Ruhe oder Spiel. Wie oft hat unser Jack Russell mich mit ihrem "Wirfdenball" Spiel gennötigt, Frag' mich wer wen als Spielzeug benutzt hat?

Unsre Fellnasen, zeigen sehr deutlich wenn sie nicht Gassi gehen wollen.
Bei Regen kriegen sie keine zehn Pferde raus. Lucy zeigt genau wann sie gestreichelt werden will. Mandy auch, wenn es geht 24 Stunden am Tag
Oder was meint ihr? Es kommt immer auf das Verständnis zwischen Tier und Mensch.
(12.02.2008, 06:40 Uhr)

Tina: Ist doch nicht alles Ernst gemeint, oder doch?

Es taucht einmal die Frage auf: Möchtest Du mit Deinem Haustier tauschen?
Die beantworte ich eindeutig mit Ja. Ich würde mit meinem Haustier tauschen. Warum auch nicht. Es wird umsorgt, ich achte auf ihn, er bekommt jeden Tag sein Futter.

Ich kann dazu nur den Kopf schütteln.
(07.02.2008, 22:12 Uhr)

Anonym: ganz kurz:

Wie soll denn der Mensch sich überhaupt in die Rolle eines Tieres versetzen?

Schuldi, aber dem Menschen eine Möglichkeit zur Annahme nicht mensch–zentrierter Geisteshaltung zu unterstellen, ist schon Quatsch: Die Welt wäre doch ohne Menschen besser dran – also bringen wir uns doch einfach alle um?

Und es ist schon erschreckend, wie hier irgendwelche Menschen sich als 'Tier–Versteher' aufspielen.
Kann es sein, dass hier in militanter Weise nicht zu Ende denkende Wohltäter ein Problem mit ihrer Psyche haben, und daher Schuldgefühle zum Ausdruck bringen müssen?

Diese Fragen vom Nicht–Veganer, der ein omnivores Gebiß & Verdauungstrakt mitbekommen hat – wieso & von wem eigentlich?
(16.01.2008, 14:19 Uhr)

Mac: ganz kurz:

Wie soll denn der Mensch sich überhaupt in die Rolle eines Tieres versetzen?

Schuldi, aber dem Menschen eine Möglichkeit zur Annahme nicht mensch–zentrierter Geisteshaltung zu unterstellen, ist schon Quatsch: Die Welt wäre doch ohne Menschen besser dran – also bringen wir uns doch einfach alle um?

Und es ist schon erschreckend, wie hier irgendwelche Menschen sich als 'Tier–Versteher' aufspielen.
Kann es sein, dass hier in militanter Weise nicht zu Ende denkende Wohltäter ein Problem mit ihrer Psyche haben, und daher Schuldgefühle zum Ausdruck bringen müssen?

Diese Fragen vom Nicht–Veganer, der ein omnivores Gebiß & Verdauungstrakt mitbekommen hat – wieso & von wem eigentlich?
(16.01.2008, 14:04 Uhr)

ülügüllü: Dieser Artikel ist absolut utopisch!
Der homo sapiens sapiens unterscheidet sich wesentlich von anderen Tieren– und Arten. Utopisch Bedürfnisse eines Regenwurms mit einem Delphin oder Hund oder sogar einer Biene zu vergleichen.
Totaler Quatsch!
Übrigens ich bin Tier– und Naturschützer!
Haie fressen Robben, wie grausam!!!!
Die Natur ist so, der Mensch nicht anders, denn er lebt in ihr, das einzige, wir könnten dank unseres Verstandes, Moral und Ethik bewusst das töten nicht grausam machen, nicht so wie in der Tierwelt, ja wir könnten es besser machen!!!!
Aber komisch, seit 3000 Jahren gibt es Kriege, hmmm...warum lernt denn der Mensch nichts draus?????
Macht die Augen auf ! lest Darwin!!!
viel Spass!
(11.10.2007, 13:31 Uhr)

kiki: ich finde es sch****,dass man so viele tiere aus anderen ländern nach deutschland oder anderen ländern bringt!die tiere brauchen ihre freiheit und ihre artgenossen,so wie wir unsere freunde brauchen!also:FREIHEIT FÜR JEDES TIER!!!!!!!!!!!!
(05.09.2007, 21:26 Uhr)

truebsches: Also erst wollt ihr, dass die Leute ihr Statement dazu abgeben, das haben bis jetzt zahlreiche Kopfzerbrecher getan...
Ich warte eigentlich auf Reaktion vom Entwerfer dieses Textes, wenn alle der gleichen Meinung sind, lässt sich eben schwer diskutieren :–), also Tierschutz–seitenfüller, auf auf!!
(04.09.2007, 15:27 Uhr)

LESEN BITTE: muha, bei diesem Artikel kann ich einfach nicht wiederstehen, meine Kommentare abzugeben, dann mal los:

Zu allererst ist mir der erste Absatz aufgefallen, dass wir Haustiere zu unserem eigenen Zweck nutzen. Natürlich! Doch die Haustiere benutzen auch uns zu ihrem Zweck! Oft laufen sie uns freiwillig zu, ob für Futter, Streicheleinheiten oder einfach ein luxuriöseres Leben. Wie ich meine Haustiere als Beispiel nehmen kann... (und wir haben nicht wenige), die von meiner Mutter geliebt und gepflegt werden. Und zudem nicht als "Nutztiere" sondern als "Freunde und Mitglieder der Behausung" angesehen werden.

Oh aber wisst ihr was? Ihr wollt die absolute Gleichberechtigung? Nun dann werd ich wohl meine Katze in die Schule schicken, wer weiß vl wird sie ein großer Physiker oder Anwalt. Denn das ist ja genau das gleiche oder? Wir wollen Kleidung... Vielleicht sollte ich dem Hund ein Paar Schuhe kaufen, der freut sich bestimmt! Und ich werde zukünftig nicht mehr mit ihm spazieren gehn und mit ihm auch nicht mehr Ball spielen, das er über alles liebt und sich immer so drauf freut. Nein ich schicke ihn ohne Leine allein nach draußen! In die Freiheit! Er würde zu mir zurückkommen, wenn er nicht von einem Auto erwischt wird... Und ich bin sicher ein Hamster würde überleben (haha) wenn ich ihn in die Wiese setze und sage: nun du bist frei, such dir dein Fressen, such dir dein Zuhause!

Oh ja das ist sicher genau das was Haustiere sich von ihren Herrchen und Frauchen wünschen. Kein Futter, keine Unterkunft, keine Streicheleinheiten. Sie wollen dass man sie im Tierheim lässt oder sie aussetzt (bzw. "frei" lässt).

Tja tut mir leid Haustiere sind durch Zucht etc. entstanden! Sie sind es nicht anders gewohnt, sie kennen nichts anderes! Und solange der Tierhalter artgerecht und fair handelt, fühlen die Tiere sich auch wohl!

So ist es auch bei euren armen Zierfischen! Argerechte Haltung, großes Aquarium, Fische die miteinander auskommen – Zierfische eben! Wirfst du sie in den See, sterben sie!!

1. dass Tiere kastriert werden ist manchmal unvermeidlich... und sie erleiden damit keine Schmerzen. Sie sind auch nicht nachträglich, wie ich aus eigener Erfahrung beobachten konnte.

2. Ich hoffe die meisten Tiere dürfen ihr Kinder bis zu einem bestimmten Alter behalten, wenn nicht – dann is das der einzige Punkt in dem ich euch recht gäbe. Das ist grausam. Doch verstoßen viele Tiere nicht von sich aus ihre Kinder, die zu schwach sind oder einmal von einem Menschen berührt wurden? Diese grausamen Tiere *g*!

3. Wir sind meistens auch abhängig von anderen Lebewesen.

4. Sie können das Futter nicht selbst wählen? Tja, kleine Kinder auch nicht. Ich glaube nicht dass das Leben eines Meerschweinchens zerstört ist, wenn es statt Karotten nur Salat bekommt.

5. Wenn ich mich ständig betatschen lassen müsste? Also Tiere können doch beißen, wieso tun sie das dann nicht? Wieso schnurren sie oder legen sich zu uns auf die Couch?

6. Wenn ich als Spielzeug dienen müsste? Ok ich spreche hier von ARTGERECHTER Haltung. Es sollte jedem kleinen Kind bereits beigebracht werden dass Tiere keine Spielzeuge sind. Mir wurde das beigebracht, und so soll es sein.

Phu ich könnte ewig so weiter machen.
Eins noch: Ihr denkt niemand sollte eingesperrt oder in Käfigen leben? Öffnet alle Gefängnisse, das wird ein Spaß!

Hm so jetzt geht durch meine Aufregung über diesen lächerlichen Artikel schon zu weit... Ich will nicht noch tiefer mit eurem Niveau gehen...

Ihr sollt nur eins wissen: Tierhalter und Tierzüchter sollten auch gleichzeitig Tierliebhaber sein, sich damit befassen und es RICHTIG machen.

Denn wenn man es RICHTIG macht fühlen sich unsere Begleiter wohl und es gibt keinen Grund hier solch einen Müll zu schreiben.
Denn dieser Artikel gilt nur für bescheuerte Leute die Tiere falsch halten, sie aussetzen oder quälen.

Jedoch NICHT für alle.
(27.08.2007, 16:12 Uhr)

trübsches: Da will man sich auf die Hausaufgaben einstimmen und liest nun eine riesen Diskussion darüber...also gut.Ich mach mit :–)
Die Domestikation ist wie wir sicher alle wissen, nichts was gestern erst angefangen hat, sondern mit dem Beginn der Menschheit, also wesentlich zu spät Sie zu stoppen!Die Merkwelt der der Haustiere, also Tiere die schon vor einiger Zeit an das Leben angepasst wurden, ist nachweislich stark eingeschränkt!Diese Tiere können nicht mehr in der Natur überleben, klingt doof...ist aber so!Was meinst du, wie lange ein Hund z.B. ein Schäferhund, der im Übrigen das erste Haustier darstellt, in der freien Natur überlebt?Ich würde sagen, die Rasse ist in drei Jahren ausgestorben, man sollte vielleicht eher darüber diskutieren, ob man die Domestikation für geit heißen läßt!Aber nicht, ob man gut und wohl gehaltene Haustiere abschaffen sollte!Haustiere haben bereits eine Entwicklung durchgemacht um Diese zu werden, also die Diskussion ist hinfällig!Pelze, Hirschlederschuhe und Zirkus, darüber muss man nicht reden, ich denke jeder der Gefühle besitzt und ein reines Gewissen haben will, der tötet nicht, damit es ihm gut geht!Aber gut zu wissen, dass da jemand ist, der mit Tiere sprechen kann...wußtest du eigentlich schon, dass Tiere, wie auch Kinder, an Ihre Bezugsperson gewöhnen?Meinst du, wenn sich ein Hund freut auf sein Herrschen, der vom Einkaufen kommt, dass es gespielt ist?Meinst du meine Ratte begrüßt mich, weil sie ihre Lebensbedingungen hasst?Ich denke du solltest deine Meinung überdenken, ich habe das efühl, du bist konservativer als meine Oma...
(18.08.2007, 14:04 Uhr)

Anonym: Ich halte die Haustierdiskussion für kontraproduktiv. Was macht ein angehender veganer, der bedauerlicherweise Haustiere hat? Die Tiere aussetzen? Nicht veganer werden?
(11.08.2007, 19:44 Uhr)

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