Brennpunkt: "Leder"

Der Gebrauch von gegerbten Tierhäuten hat in unserer Gesellschaft lange Tradition: Ob als Kleidung, in Form von Schuhen oder als Überzug vom Autositzen und Couch-Garnituren – Tierhäute finden als Rohstoff in vielen Lebensbreichen Anwendung. So sehr wohl den allermeisten Menschen die Vorstellung zu wider läuft, menschliche Haut in Produkten jedweder Art verarbeitet zu wissen, so selbstverständlich konsumieren sie Produkte aus den Häuten anderer Tiere. Ganz offensichtlich muss ein fühlendes Lebewesen dafür ermordet werden, um seine Haut abzuziehen, zu gerben und als Textil benutzen zu können. Das ist aus tierrechtlerischer Perspektive selbstverständlich abzulehnen: Jedes Tier möchte ein freies Leben führen, kein Tier lässt sich freiwillig seine Haut abziehen.

Doch mensch muss nicht einmal antispeziesistisch ambitioniert sein, also hinsichtlich der Ethik nicht zwischen Menschen und anderen Tieren unterscheiden, um den Konsum von Tierhäuten abzulehnen: Vegetarier lehnen es zwar ab, die Körper ermordeter Tiere zu konsumieren, sehen es jedoch generell als gerechtfertigt an, dass z.B. Hühner und/oder Kühe für ihren Milch- und/oder Eierkonsum ausgebeutet werden. Aus Naivität oder geflissentlich übersehen sie dabei eines: All diese Tiere werden irgendwann auch durch Menschen ermordet und als Fleisch und Wurst verspeist! So wenig durchdacht die vegetarische Position auch sein mag, Vegetarier möchten nicht, dass empfindungsfähige Lebewesen für sie ermordet werden – viele, wenn nicht sogar die meisten Vegetarier tragen "Lederschuhe", "Lederjacken"; kurzum, sie sehen "Leder" als in jedweder Hinsicht als tragbar an. Wie ist diese paradoxe Einstellung zu erklären?

Rind, das nach seiner Ermordung gehäutet wird.

Dieses Rind wird nicht ausschließlich ermordet, um seinen Körper zu verspeisen. Auch seine Haut wird wirtschaftlich als "Leder" genutzt. Bild: www.soylent-network.de

Einerseits meiden Vegetarier Wurst und Fleisch, andererseits tragen sie Tierhäute: Sprechen wir Vegetarier auf dieses Paradoxon an, begründen sie ihre Position oftmals damit, dass "Leder" ohnehin bei der Fleischproduktion anfalle. Tiere würden aufgrund ihres Fleisches geschlachtet, die Häute seien quasi Abfall — und bevor sie weggeworfen würden, könnten sie ebenso gut "sinnvoll" genutzt werden. Schließlich rettete es kein Leben, die Häute einfach wegzuwerfen. Haben tierhauttragende Vegetarier recht? Sind Tierhäute tatsächlich nur ein Abfallprodukt der Tiermordindustrie? Michtnichten, der Wertschöpfungsprozess der Fleischindustrie macht vor keiner Faser eines Tieres halt: Muskeln, Fett und einige innere Organe werden als Fleisch verkauft. Knochen, Zähne, Hörner und Hufen werden gemahlen und zu Gelatine oder Leim zerkocht. Haare als Pinselborsten für den Kunst- oder Malereibedarf benutzt. Blut und alle übrigen Leichenteilen werden als Nahrung für so genannte Haustiere oder sogar für die Leidensgenossen der geschlachteten Kreatur pervertiert. Die Haut der ermordeten Tiere bildet hier sicherlich keine Ausnahme, ganz im Gegenteil, der Verkauf von Häuten für die Lederproduktion ist maßgeblich am Gewinn beteiligt – nach Ermittlung von Cowles-Hamar sind es in England rund 10%. Obschon die konkrete Zahl für Deutschland nicht zwangsläufig repräsentativ sein muss, lässt sich dennoch aus ihr ableiten, welch wichtiges "Wirtschaftsgut" (es ist mehr als abartig, Leichenteile als Produkte oder Wirtschaftsgüter zu bezeichnen, darum die Anführungszeichen) "Leder" für die Fleischindustrie ist.

abgetrennte Beine in Schubkarre

Der Körper eines ermordeten Rinds wird restlos verwertet: Die in der Schubkarre gesammelten Beine werden z.B. zu Knochenmehl verarbeitet. Bild: www.soylent-network.de

Als edel gilt besonders weiches "Leder" – weiches "Leder" kann nur aus einer weichen Haut gewonnen werden. Eine weiche Haut, wie sie nur Kälbchen besitzen. Teilweise werden sogar bewusst Führgeburten herbeigeführt, um ein besonders weiches "Leder" zu erhalten. Unmittelbar nach ihrer Geburt werden die Kälbchen ermordet. Folgerichtig werden viele Kälbchen hauptsächlich als Lederlieferanten funktionalisiert.

Weiterhin werden einige Spezies ausschließlich für die Lederproduktion ermordet, so z.B. Krokodile, Zebras und Robben.

Doch selbst wenn die Rechtfertigungen der ledertragenden Vegetarier nicht ins Reich der Märchen und Mythen gehörten, "Leder" tatsächlich ein Abfallprodukt der Fleischindustrie wäre, so findet sich dennoch keine ethische Rechtfertigung für den Lederkonsum: Wer Tierhäute trägt, degradiert Tiere auf eine Funktion als Rohstoff. Ob Rind oder Mensch, alle Tiere teilen das Bedürfnis auf Freiheit und Unversehrtheit, wir stehen in der moralischen Verantwortung diese Bedürfnisse zu achten. Ebenso wie wir nicht das Recht haben einen Menschen zu enthäuten und zu "Leder" zu verarbeiten, haben wir auch nicht das ethische Recht, anderen Tieren das gleiche anzutun.

Konsequenzen:

Aber ist die Produktion von Schuhen aus Kunstleder nicht umweltschädlich?

Ja, das ist sie bedauerlicherweise. Doch wer glaubt, "Leder" sei – losgelöst von ethischen Bedenken – ein umweltfreundliches Naturprodukt, der irrt gewaltig. Dabei möchten wir nicht einmal darauf anspielen, dass "Leder" indirekt über die täglichen in der Fleischindustrie anfallenden Tonnen von Tierexkrementen das Grundwasser über Maß belastet. Nein, wir zielen ausschließlich auf die Giftstoffe ab, die beim Gerben von Tierhäuten Anwendung finden. Heute werden die meisten Häute mit Chrom gegerbt, gelangt das dabei entstehende Chromat ins Abwasser, sind die Auswirkungen verheerend: Schwerste Vergiftungen und Erbgutschäden ereilen jeden, der mit dem Abwasser in Berührung kommen. Neben Chromat fallen in der Regel noch Aluminium, Eisen, Zirkon, Phenol, Kresol sowie verschiedene Öle an. Das Naturprodukt "Leder" erweist sich in der industriellen Fertigung als toxider Cocktail verschiedenster Chemikalien.

Vollständigerweise muss darauf hingewiesen werden, dass es vereinzelt traditionell arbeitende Gerberein gibt, die sich der Sämischgerbung bedienen. Dabei wird Tran oder Fett eingesetzt, die entstehenden Abwässer sind stark alkalisch, sauerstoffzehrend und fetthaltig.

"Leder" ist also keineswegs umweltverträglicher als Kunstleder, da für Kunstleder wenigstens keine Tiere ermordet werden, stellt es das kleiner der beiden Übel dar. Außerdem müssen Sie nicht zwangsläufig Lederschuhe tragen, schließlich gibt es auch vegane und im hohen Maße umweltfreundliche Alternativen wie Leinen- oder Hanfschuhe.

Kommentare

Ralph: Also ... ich weiß nicht ob Pflanzen nicht vielleicht auch Lebewesen sind und vielleicht sogar Schmerzen empfinden können. Nur weil man es heute und jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen kann, so könnte es doch sein, oder?
Ist es von daher nicht kulturlos und unverantwortlich Pflanzen teilweise langsam und qualvoll zu töten und gedankenlos zu essen ... während man die Schreien beim kauen vielleicht gar nicht hören kann?
(21.01.2010, 12:27 Uhr)

Choupet: ich bin vegetarierin seit 5 jahren und kaufe, so weit es geht, tier–und umweltfeundlich ein.
Das heisst, Kosmetik + Pflegeprodukte ohne Tierversuche, Süssigkeiten ohne Palmöl, Käse ohne tier. Lab etc.
leider scheitere ich ab und zu auch daran... so wie ich mir vorgestern stiefel aus leder gekauft habe, weil ich nach einem jahr suche immer noch keine aus synthetik gefunden hatte.
einerseits wird gesagt "dies und das ist schlecht. kauf das nicht und das nicht" aber ne alternative gibts nicht immer. ich bin letztes jahr extra nach brighton gefahren, um mir bei vegetarien shoes schuhe zu kaufen, die preise sind jedoch fuer ein paar tunrnschuhe unglaublich hoch (80 € der turnschuh). sowas kanns sich der "beste" vegetarier nicht regelmaesig leisten.
Wenn jemand richtig vegan oder vegetarisch lebenn will, der zieht entweder nach indien oder hat n verwandten der boss von einem bioladen ist, denn die preise im bio laden muss auch einer zahlen koennen. siehe 2,30 € für eine mini 6er packung veganer "schinken" .
vegetarier oder veganer, die soja regelmaessig essen sind in dem sinne auch "umweltschänder", da für den sojaanbau urwald abgeholzt wird.

bevor jetzt die angriffe losgehen. das thema ist so paradox und kompliziert. wie viele koennen von sich schon behaupten 100 % tier–und umweltfreundlich zu leben?
auf der einen seite boykottieren wir das, weils leid anrichtet. auf der anderen seite aber wird etwas anderes gegessen getrunken, was mit leid in verbindung ist, der person aber nicht bewusst ist.

genau so wie hohes c oder granini... das ist auch nicht tierfrei, da es gelantine enthält, obwohl es Nur saft ist.
(09.01.2010, 23:58 Uhr)

777minus111: Ich les gerade diesen Artikel und bin der Meinung, dass ihr völlig Recht habt. Und gleichzeitig denke ich an meine wunderschöne Ledertasche und werde ganz traurig. Man merkt wie obskur das ist. Ich bin ein Frischling und seit wenigen Tagen überzeugt, dass es keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier gibt. Ich möchte bewusst gegen die letzte ungeachtete Ungerechtigkeit dieser Welt leben. Würde ich mir meine tote Oma um die Schulter hängen? Ich sehe jetzt, wie viele Konsequenzen meine neue Einstellung bringen wird. Dieser Berg an Konsequenzen gepaart mit unserer Faulheit ist meiner Meinung nach der einzige Grund weshalb nicht alle Menschen auf tierische Produkte jeglicher Art verzichten. Aber unsere unüberwindbar erscheinende Bequemlichkeit ändert ja nichts an der Richtigkeit der Sache. Damit ist meine Entscheidung wohl getroffen, vielen Dank dafür!
(22.11.2009, 19:56 Uhr)

fg: gh
(13.10.2009, 16:59 Uhr)

blah: zz also ich bin Vegetarier und ich trag kein Leder... hab des grad als projektthema ANTI pelz und leder und ich kenn (nur so nebenbei^^) kein Vegetarier der Leder trägt...
(17.06.2009, 16:57 Uhr)

Mia: Hi!

Ich bin Vegetarierin. Und ich trage auch kein Leder. Esse aber Käse mit veg. Lab. Ich finde es nicht gut zu sagen vegetarisch leben hilft nicht viel. Das sehe ich nicht so. Ich finde es schon toll wenn Menschen sich Gedanken über Tiere machen und sich entscheiden weniger Fleisch zu essen. Was ich nicht gut finde, ist , die Augen davor zu verschließen. Jeder der sich Gedanken macht und weniger tierische Produkte kauft trägt schon dazu bei, dass das Tierelend gemindert wird. Und diesen Menschen darf man kein Vorwurf machen. Oft höre ich die Vorwürfe von Veganern. Wenn ihr so genau sein wollt dürftet ich gar nicht auf der Welt sein, denn dann würdet ihr die Umwelt gar nicht belasten. Auto fahren, spazieren gehen: Wieviele kleine Tiere sterben dabei?! Es ist als Mensch unmöglich!!! kein Tier zu töten. Denn auch die kleinen Tierchen haben ein Recht auf Leben, die man oft übersieht beim gehen. Ich Liebe Tiere und setzte mich sehr stark für sie ein. Und jeder andere der es in irgendeiner Weise tut, vor dem ziehe ich den Hut. Und ich möchte nicht die Veganer damit angreifen, ich finde es toll. Dann respektiert bitte auch die Leute die nicht so weit gehen aber auch was dafür tun. Denn das ist wichtig und führt uns in die richtige Richtung!!!
(11.05.2009, 17:29 Uhr)

blub: hey,
also ich wollte mir letztens eine lederjacke kaufen..hab so geguckt und bei h und m eine gefunden – lederimitat.
aber dann hat mein vater gemeint ich könnte mir ja auch eine echte lederjacke kaufen, die würde länger halten ( darüber will ich jetzt nicht diskutieren, davon hab ich kiene ahnung) dann hab ich eben mal ein bisschen geguckt und auch welche gefunden, die mir gefallen haben...mein zweiter gedanke war dann...und die tiere?ich meine, es IST ja tierhaut und darüber sollte man sich auch auf jeden fall klar sein. ich kann es vollkommen nachvollziehen, wenn veganer keine ledersacehn tragen, denn sie essen es ja auch nicht. aber ich esse fleisch und stehe dazu und ich denke wenn man es isst, dann ist es auch okay leder zu tragen. denn das tier stirbt sowieso. für das fleisch das jeden tag in massen in den supermärkten gekauft wird. und es wird immer menschen geben die fleisch essen. warum sollten die tiere umsonst sterben? sie sterben, damit wir was zu essen haen, das is der ganz normale, vorhergesehene kreislauf. und ich finde, wenn das tier schon sterben muss, dann sollte es auch möglichst genutzt werden. denn wenn die haut von tieren weggeschmissen werden würde, müsste extra für das leder ein anderes tier sterben. DAS würde ich wirlich schlimm finden. das tier ist tot und es wird auch tot bleiben und so hat sein tot wenigsten einen " sinn". es sinn zu nennen, für unsere menschlichen verlangen sterben zu müssen, mag wiedersprüchlig klingen, allerdings werden nicht plötzlich alle menschen aufhören fleisch zu essen. und es ist von der natur vorgesehen das man voneionander lebt.–...
naja, meine meinung..=)
lg
(16.03.2009, 19:23 Uhr)

Anonym: Die Tiere müssen geschlachtet werden sonst kann ich nichts Essen
(09.03.2009, 12:39 Uhr)

MX-2: Kunstleder muß nicht unbedingt schlechter als Leder sein. Inzwischen wird durchaus hochwertiges Kunstleder hergestellt, welches auch "atmungsaktiv" (d.h. Schweissdurchlässig) ist. Im übrigen ist Kunstleder auch meistens billiger als echtes Leder. Problematischer wird es allerdings insbesondere Kunstleder–Schuhe zu kaufen, da echtes Leder als Qualitätsmerkmal gilt und daher mehr angeboten wird.
(20.12.2008, 03:03 Uhr)

Sabrina: "prenzgirl" hat so über weiches Leder geschwärmt ... Ich finde es traurig genug, dass aus einem Luxus– bzw. Komfortgedanken heraus empfindsame Lebewesen leiden müssen, aber nicht jeder scheint mir stark genug, aus diesem irrsinnigen Kreislauf auszubrechen und WEITERzudenken. Was das ach–so–weiche Leder angeht: Meine veganen Schuhe sind die einzigen Treter, in denen ich niemals Blasen hatte, die sich sofort dem Fuß angeschmiegt haben. Nur in den damaligen Lederschuhen musste ich teils wochenlanges Eintragen mit Blasenpflaster durchmachen, bis die Dinger endlich einen ganzen Tag erträglich waren. Hinzu kommt, dass es mittlerweile ein überragendes Angebot an schönen veganen Schuhen gibt, auch für Männer übrigens. Mein Freund hat im Büro "Anzug– und Krawattenpflicht" – und trägt seine veganen Herrenschuhe dazu aus Überzeugung.

Ich denke, dass vieles mit einer geistigen Reife zu tun hat. In dem Maße, wie wir anfangen, uns auch um das Wohl der anderen zu kümmern (menschliche und nichtmenschliche Tiere), in dem Maße tragen wir konsequent und glaubwürdig zu einer besseren Welt bei. Alles andere scheint mir reine Selbstverliebtheit.
(16.12.2008, 11:10 Uhr)

Jochen: Wenn Veganer gerne vegan leben wollen sollen sie es bitte tun, genauso wie ich bewusst und gerne fleisch esse.
Wenn jedoch vegane Eltern Ihren kindern Ihre eigene lebensweise aufzwingen und ihnen vorsätzlich wichtige Nährstoffe verweigern, ist das ganz klar Kindesmisshandlung. Hier sollte sich das Jugendamt kümmern.
Bei allen Volljährigen und mündigen Personen gilt aber IMMER
Leben und Leben lassen !
(29.06.2008, 13:16 Uhr)

Caroro: ich habe diesen artikel mit großem interesse gelesen. es ist eine edle ambition tierprodukte gänzlich zu meiden. der artikel gibt allen grund dazu. gleichzeitig deuten einige der kommentare darauf hin, dass ein Leben idealistisch bis ins letzte Detail kaum zu leisten ist. Sicher haben einige Menschen hier davon gehört, dass Schlachtabfälle u.A. auch in Hygieneprodukten zu finden sind. Selbst wenn man solche privat nicht konsumiert; man gerät z.B. in öffentlichen toiletten zwangsläufig in kontakt damit. Verzichten Sie aufs Händewaschen, wenn sie genau wissen, dass der Seifenspender Teile toter Tiere enthält? Ich denke in diesem Moment vor allem an meine eigene Gesundheit, das muss ich auch als Vegetarierin gestehen. Mich beschäftigt auch ein anderes Problem: Ist man als Vegetarier dazu verpflichtet, nach idealistischen Vorstellungen des Tierschutzes zu leben? Oft begegne ich Menschen, die mir vorwerfen, ich sei als Vegi nicht konsequent. Dann stelle ich mir die Frage, ob das mein Anspruch an mich selbst ist? Ist es so verwerflich, auf Fleisch zu verzichten und dem vegetarischen Idealismus gleichzeitig Grenzen zu setzen? Sind solche Teilzeit–Vegetarier nicht Heuchler? Oder Realisten?
Ich freue mich über Antworten :)
(20.04.2008, 23:26 Uhr)

Marit: Dies ist ein kleiner Kommentar zum Kommentar von Uwe vom 26.09.05: Selbstverständlich haben wir Menschen ein Pflanzenessergebiss, denn nur Pflanzenesser können ihre Unterkiefer seitlich verschieben. Beobachtet mal, wie Pferde und Kühe essen: Sie mahlen mit Seitwärtsbewegungen des Unterkiefers. Fleischesser wie Hunde und Katzen können das nicht, außerdem haben sie keine geeigneten Backenzähne zum Mahlen, da diese keine flache, sondern eine sehr scharfhöckerige Oberfläche haben. Zudem haben Menschen eine unendlich langen Pflanzenesserdarm, im Gegensatz zu Fleischessern, deren Darm so kurz ist, dass das Fleisch ihn verlassen kann, bevor es im Darm verfaulen kann.Mit ihrer äüßerst agressiven Magensäure können Fleischesser bereits im Magen Knochen und (rohes) Fleisch "vorverdauen", wir bei weitem nicht in diesem Maße.
Aus ethischen Gründen esse auch ich keine Tiere, kann das aber nur für mich entscheiden,nicht für andere, nicht einmal für meine eigenen Tiere. Die Hunde versuche ich gerade, immer öfter zumindest vegetarisch zu füttern(Öko, u.a. auch wegen der Tierhaltung), bei den Katzen beiße ich da auf Granit. Ob ich das mit denen mal vegan schaffe, weiß ich nicht... vielleicht im nächsten Leben? Vielleicht fehlen mir auch noch die besseren Rezepte...
(19.09.2007, 12:37 Uhr)

prenzlgirl: Also ich liebe Leder! Es ist einfach ein unglaublich vielseitiges und so natürliches Material! Es fühlt sich toll an, ist wunderbar butterweich, stilvoll und extrem atmungsaktiv. Sorry liebe Tierchen ;) aber da kann Kunstleder leider nicht mithalten. Ich jedenfalls achte beim Kauf darauf, dass ich immer echtes Leder kaufe. Egal ob bei Taschen, Schuhen oder einem Mantel. Ich bin für Leder und das ist nichts verwerfliches!
(09.03.2007, 17:35 Uhr)

Stefan: @uwe: seit wann hat der mensch schon immer leder getragen??? ich dachte dass das erst seit dem 4. Jahrtausend vor Chr. so sei...

Aber selbst wenn es so wäre, wär das keine Rechtfertigung es jetzt zu machen.
(19.02.2007, 14:59 Uhr)

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