Brennpunkt: Zirkus

Zirkus, das verheißt Spaß und Vergnügen für Jung und Alt. Zirkus, das verheißt für die unfreiwilligen Artisten und Clowns, die Tiere, nichts anderes als Gewalt. Denn das, was in der Vorstellung nach Spiel und Spaß aussieht, ist die Folge fortwährender Folter und Unterdrückung.

Es dürfte offensichtlich sein, dass die in der Manege auf Kommando vollführten Kunststücke weder dem natürlichen Verhaltensschema noch den natürlichen Bewegungsabläufen der Tiere entsprechen. Wem sind schon Berichte von Elefanten bekannt, die in der Steppe einen Kopfstand machen oder von Tigern, die im Urwald durch brennende Reifen springen? So wie die meisten Tiere ergreifen auch Tiger die Flucht, wenn in ihrer Nähe ein Feuer ausbricht – es bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung, dass Tiger auch in Gefangenschaft das Feuer scheuen. Setzen sie dennoch entgegen ihren Instinkten zum Sprung durchs Feuer an, kann dies nur eines bedeuten: Die Persönlichkeit der Tiere wurde zerstört, ihre Wille ist gebrochen. Denn genau das ist Ziel einer jeden Dressur, dem Tier zu zeigen, dass jeder Widerstand zwecklos ist und bestraft wird. Die Methoden der Dompteure sind ebenso vielfältig wie perfide, sie reichen von Anschreiben, Aushungern bis hin zu Schlägen und vergleichbarer körperlicher Züchtigung. Zirkuslobbyisten sind bemüht, Peitschenhiebe als antiquierte Methoden darzustellen, nach denen schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts kein namenhafter Zirkus mehr arbeiten würde. Heute arbeitete mensch nach psychologischen Methoden, lassen Zirkusprofituere immer wieder verlauten. Es gehe darum, sich in die Psyche der Tiere hineinzuversetzen und mit ihnen, statt gegen sie zu arbeiten, heißt es weiterhin. Tierlehrer statt Dompteure lautet im Großunternehmen wie Zirkus Krone oder Roncalli die Devise.

Elefanten auf Hinterbeinen

Entgegen ihres natürlichen Verhaltenschemas stehen hier Elefanten auf den Hinterbeinen. Fraglich bleibt, was die Peitsche in der Hand der Dompteurin des Zirkus Krone zu suchen hat – wo doch nach eigenem Bekunden des Zirkus Gewalt nicht Bestandteil der Dressur ist. Die Peitsche – ob nun eingesetzt oder nicht – ist Symbol der Macht und Unterdrückung.

Löwin springt durch einen brennende Reifen

Die Instinkte der Löwin müssen unterdrückt und ihr Wille gebrochen werden, damit Sie wie hier zu sehen durch einen Feuerreifen springt.

Wir möchten auch nicht in Abrede stellen, dass tatsächlich "psychologischen Methoden" in der Dressur Anwendung finden: Schließlich ist es eine psychologisch anerkannte Methode, den Willen eines Individuums zu brechen, um sie oder ihn sich gefügig zu machen – insbesondere amerikanische Gefängnisse bedienen sich ganz ähnlicher Methoden, um Revolten entgegenzuwirken. Einen erfolgreichen Dompteur zeichnet sicherlich die Fähigkeit aus, sich in seine Opfer hineinzuversetzen: Nur wenn er ihre Schwächen kennt und weiß, womit er sie verletzen kann, ist es ihm möglich natürliches Verhalten zu unterdrücken und atypische Verhaltensschemata und Bewegungsabläufe zu erzwingen. Auch wenn sich Dompteure mit Vorliebe Tierlehrer schimpfen, Lehrer sind sie mitnichten: Denn einen Lehrer zeichnet stets aus, dass seine Schüler durch Wissen, das er ihnen vermittelt, profitieren – dies ist bei einem selbst ernannten Tierlehrer keineswegs der Fall. Das zweifelhafte Vergnügen ist aufseiten der Zirkusbesucher, der Profit auf der Seite des Eigentümers und seiner Angestellten. Die Tiere gehen beim Unternehmen Zirkus leer aus, alles was sie bekommen ist Nahrung und einen kleinen Käfig oder Verschlag, in dem sie ihre "Freizeit" verbringen können. Nun gut, nicht zu vergessen ist selbstverständlich die kostenlose Personenbeförderung im LKW oftmals quer durch Europa. Einigen Tieren wird sogar, wenn sie zu alt und zu müde für die Zirkusaufführungen sind, ein so genanntes Gnadenbrot – welch blanker Hohn dies Wort doch ist, die Tiere verdienen keine Gnade, sondern eine Entschädigung, sofern unsere Verbrechen an ihnen überhaupt noch zu entschädigen sind – gewährt; dann dürfen sie den Rest ihres Leben in Zoos fristen, anstatt so wie meisten ihrer Artgenossen ermordet und zu Tiernahrung verarbeitet zu werden.

Tiertransprt Zirkus Krone

Auf diesen Bild ist ein Transporter des nach tierschützerischen Maßstäben vorbildlichen Zirkus Krone zu sehen: Noch während der Vorstellung wurden die Tiere verladen und nach Hagen gefahren, wo der Zirkus am nächsten Tag eine Vorstellung gab.

Glaubst du nicht auch, dass die Tiere ein freies Leben in ihrem natürlichen Lebensraum vorziehen würden, wenn wir ihnen die Wahl ließen?

Um Vorhaltungen wie diesen zu begegnen, öffnen Zirkusprofiteure manchmal das Zelt schon vor der eigentlichen Vorstellung: So können Interessierte sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass auch in den Trainingseinheiten ohne Gewalt gearbeitet wird. Selbstverständlich wird in solchen Trainingseinheiten keine Peitsche durch die Luft schnellen und auf den Körper der Sklaven niederzischen, gilt es doch die Illusion der tiefen Vertrautheit zwischen Dompteur und Domptierten (Bezwungenen) aufrechtzuerhalten. Kurzum: Solche öffentliche Trainingseinheiten dienen ausschließlich Propagandazwecken, ebenso wie in den offiziellen Vorstellungen wird hier ein Tier vorgeführt, dessen Wille schon gebrochen ist. Hier genügt die vorsichtige Androhung von Gewalt, um es zu Kunststücken zu animieren. Diese muss nicht immer so offensichtlich sein, wie eine Peitsche, die ins Leere zischt, sondern kann auch ganz subtil, für den Außenstehenden nicht wahrnehmbar in einer bestimmten Gestik manifestieren.

Letztlich greifen all die Bagatellisierungen und Beschwichtigungen der Zirkuslobbyisten, mit denen sich Tierschützer abspeisen lassen, aus tierrechtlerischer, antispeziesistischer Perspektive ins Leere: Geht es uns doch nicht um faule Kompromisse, wie "Keine Wildtiere im Zirkus", nicht um die Transportzeiten, nicht um die Größe der Käfige oder um die Art und Weise der Dressur. So berechtigt und verständlich die Kritik daran auch ist, dass in Gruppen leben Gattungen in Zirkussen oftmals isoliert gehalten werden oder Elefanten ihr Leben lang neben der Manege nur einen Käfig sehen, in dem sie sich kaum bewegen können, so trifft dies dennoch nicht den Kern der Sache: Das eigentliche Verbrechen beginnt viel früher, denn Tiere sind nicht geboren, um uns Menschen zu unterhalten. Auch sie haben wie wir ein Interesse daran ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu führen. Kein Tier möchte für ein johlendes Publikum gegen seinen Willen wie auch immer geartete Kunststücke vorführen. Wie fühltst du dich, wenn jemand dich deiner Freiheit beraubte, dich versklavte und zu artistischen Leistungen nötigte, die du nie freiwillig vollführtest? Wäre nicht der schallende Applaus der Menge für dich blanker Hohn? Du wirst versklavt und psychisch vergewaltigt – und dafür wird auch noch applaudiert. Du wärest hilflos deinen Peinigen ausgeliefert. Ein schreckliches Gefühl, nicht wahr? Und ähnlich fühlen und leiden die Tiere unter unserem zweifelhaften Vergnügen. Besonders kleine Käfige, grausame Methoden in der Dressur, kein Winterquartier, gefährliche Kunststücke, tagelange Transportzeiten, durch Wilderer entführte Tiere – all das sind nur besonders schlimme Symptome einer perversen ethischen Idee, die auch dem Zirkus auf Kosten der Tiere zugrunde liegt: Dem Speziesismus, der Einbildung, wir stünden über allen Tieren und dürften sie nach Belieben für unsere Zwecke benutzen.

Breche mit dieser gewalttätigen Tradition, lebe vegan und besuche keinen Zirkus, der nichtmenschliche Tiere für menschliches Vergnügen versklavt.

Die üblichen Einwände

Während Demonstrationen vor Zirkussen werden immer wieder die gleichen Entschuldigungen und Rechtfertigungsversuche von Zirkusfreunden an uns herangetragen, im Folgenden möchten wir diese kurz thematisieren:

Den Tiere macht es doch auch Spaß!

Nun, an welchen Kriterien möchten Sie fest machen, ob den Tieren das Zirkusleben Freude bereitet? Ein relativ sicherer Beweis wäre erst dann gegeben, wenn die Tiere die Wahl zwischen Zirkusattraktion und einem Leben in Freiheit hätten. Doch es sind nicht die Tiere, denen diese Entscheidung obliegt, wir sind es, die für sie entscheiden. Die freie Entscheidung könnten wir ihnen nur dadurch lassen, indem wir Schlösser und Gitterstäbe aus den Käfigen entfernten. Verblieben die Tiere dennoch in ihren Käfigen, so wäre der Erweis erbracht, dass sie Gefallen am Leben als Vergnügungsobjekt gefunden haben. Sie mögen einwenden, dass dies zu gefährlich sei — für uns Menschen sowie für die eingesperrten Tiere. Die Tiere könnten fliehen, vor ein Auto rennen oder womöglich einen Menschen anfallen. Teilen Sie diese Befürchtungen, so sind sie sich offensichtlich doch nicht so sicher, ob allen Tieren das Leben in Gefangenschaft Freude bereitet. Denn wenn für die Tiere der Zirkus der schönste Platz auf Erden wäre, bestünde doch kein Grund für sie ihn zu verlassen. Möglicherweise würden nicht alle Tieren aus den Zirkus fliehen, jedoch nur aus einem Grund: Die Gefangenschaft zermürbt die Tiere und mündet nicht selten in einer Resignation, die jede Hoffnung auf Befreiung erstickt. Zu Beobachten ist dies in stereotypes Verhalten, wie z.B. dem stetigen Hin- und Herlaufen im Käfig. Doch für unser Gedankenexperiment ist es unwichtig, wie viele Tiere die Möglichkeit zur Flucht ergreifen würden, wichtig ist nur eines: Wenn du Angst davor habst, dass einige Tiere fliehen könnten, so meldet sich deine Intention zu Wort, die dir suggeriert, dass die Tiere im Zirkus keineswegs glücklich sind und flüchten würden — wenn sie könnten.

Für Kinder ist der Zirkusbesuch lehreich!

Was sollen die Kindern denn im Zirkus lernen? Im Zirkus lernen Kindern nur eines: Tiere sind dafür da den Menschen zu unterhalten und unsere Gunst ist ihr einziges Streben. Geht es dir wirklich darum, dass deine Kinder etwas über andere Tiere lernen, so ist ein guter Dokumentarfilm dem Zirkus- oder auch Zoobesuch vorzuziehen. Denn in Gefangenschaft kann kein Tier sein natürliches Verhaltenreportaire ausleben.

Wovon sollen die armen Zirkusleute denn leben?

So arm sind die meisten Zirkusleute gar nicht. Wer schon mal vor einem Zirkus demonstriert hat, weiß mit welch teuren Luxuskarossen die meisten Zirkusfunktionäre vorfahren. Natürlich schaffen Zirkusse viele Arbeitsplätze – vornehmlich für Aushilfskräfte und Saisonarbeiter, die beim Aufbau des Zelts behilflich sind. Für ungelernte Arbeitskräfte, die ohnehin nicht ihr gesamtes Einkommen unter dem Zirkuszelt bestreiten, dürfte es nicht schwer fallen, eine vergleichbare Tätigkeit zu finden. Dompteure hingegen werden ihren Beruf aufgeben müssen. Doch was wiegt schwerer, dass Leiden der versklavten Tiere oder aber das Einkommen der Arbeitnehmer? Wir dürfen nicht Profit über die Leben von empfindungsfähigen Individuen stellen. Wären nicht Pferde, Elefanten, Tiger, Affen, Löwen sowie viele weitere Spezies die Leidtragenden, sondern der Menschen, käme wohl niemand auf die Idee sich um das finanzielle Auskommen der Ausbeuter zu sorgen. Weiterhin ist es auch gar nicht unser Ziel Zirkusse kategorisch abzuschaffen, kein Tierrechtler erhebt seine Stimme gegen einen Zirkus mit menschlichen Clowns und Artisten – solange die Menschen fair bezahlt und behandelt werden. Um es auf den Punkt zu bringen: "Zirkus ja, doch mit Tiere – NEIN!"

Kommentare

laura gröneberg: du bist scheiße ihr habt keine ziegen
(19.10.2007, 21:33 Uhr)

lisa B.: an hexe:

weißt du wie die mißbraucht werden im kleinem zirkus die haben einen winziegen käfig eine mikrige leine.
die peitsche gehöhrt weg.ich weiß im zirkus krone z.B.: die haben einen riesigen käfig keine leine oder eine gaaaanz lange.aber die leute in zirkus krone sind nett und mbehandeln die tiere seehhhr gut dass weiß ich ich habe blätter bestellt bei wehm und die verteile ich dann,um den tieren zu helfen (im kleinem zirkus nathürlich).
(14.10.2007, 14:00 Uhr)

lisa B.: ihr schräcklichen tierzüchter im zirkus:

ihr wie könnt ihr nur die armen tiere sooo mißbrauchen dass sind arme geschöpfe die wie wir ein schönes und ruhiges leben führen wollen!sie haben genauso gefühle wie wir haben.stellt euch vor ihr währt so ein armes tier im zirkus und werdet immer so mißerabel behandelt wie würdet ihr euch fühlen?Ich weiß die antwort:
ihr würdet euch mißhandelt und graußam fühlen und soo fühlen sich die tiere wieso mißhandelt ihr die armen tiere so???
ihr seid graußame menschen und ich werde was dagegen tun um die tiere zu helfen ich sage euch eins:
geht nicht mehr in den zirkus (in den kleinen nicht!!!) im großen zirkus weiß mann das die tiere gut behandelt werden also ihr schrecklichen zirkusleute:
nehmt euch ein beispiel bei den leuten im großen zirkus NEHMT EUCH EIN BEISPIEL!!!!!!!!!!
(14.10.2007, 13:55 Uhr)

lisa: wisst ihr wie die armen tiere gequält werden wegen diesen doofen zirkus leuten ihr solltet euch schämen die den zirkus lieben SCHÄMEN SOLLTET IHR EUCH DIE DEN ZIRKUS LIEBEN!!!!!!!!!!
die armen tiere werden nur gequält ich hasse zirkus nur die großen zirkusse liebe ich weil da die tiere einen großen stall haben und alles die weden gut behandelt DIE KLEINEN ZIRKUSSE SIND DOOF weil da die tiere gequält werden ein tier bei einem kleinem zirhus war ein hirschkid dass eine eingeschwollene verletztung hatte dass haben die nich mit betäubung entfernt sondern ohne betäubung einfach rausgerissen und dass ahsse ich an kleinen zirkussen!!!!!!!!!!!bei einem großen zirkus machen die das mit betäubung und reißen es nich einfach raus!!!!!KLEINE ZIRKUSSE SIND SCHEIßE!!!!!!!!auch babytiere die grade geboren wurden werden mißhandelt!!!!!
(14.10.2007, 13:47 Uhr)

Lisa: Ich hasse den zirkus die quälen die tiere ICH HASSE ALLE ZIRKUS LEUTE UND DIE , DIE DEN ZIRKUS TOLL FINDEN SIND DIE, DIE GERNE ZUGUCKEN WIE EIN TIER GEQUÄLT WIRD
(23.09.2007, 09:59 Uhr)

VH: wenn ich so ne scheisse höre wie "der zirkus sowieso behandelt die tiere gut" alles tierquälerei!!! die tiere sollte man dort lassen wo sie von natur aus sind und sonst garnix! gilt auch genauso für die ganzen vögel und dergleichen, die zuhause in den käfigen gehalten werden!
(13.09.2007, 03:57 Uhr)

Sven: So nun aber mal alle die klappe halten.

Ihr "Tierschützer"seit ein wenig zu rabiat, oder hab ihr euch mal mit den auflagen beschäftigt die diese Zirkusse haben.
Richtig: Kontrolle gleich null aber:
habt ihr euch schonmal das Tierheim Süderstrasse angeschaut?
Nein....
Herr Poggendorf ist ja wohl der Grösste aller Tierquäler.
Erst sorgt er für diese "Kampfhunde" verordnung und nun gibt es nicht zubetrettene Bereiche nur für Hunde etc.
ich könnt in etwa 100 beispiele nennen.
aber jetzt zum Punkt.

Macht den Leuten vom Amt Druck die das ganze zu überwachen haben.

Ihr werdet Staunen wie viel da SCHIEF Läuft.
MfG aus Hamburg
(17.07.2007, 00:26 Uhr)

hexe: So schlimm mit dem Zirkus Krone ist es auch wieder nicht!!!. Ich war schon mal auf einer Vorstellung das war nicht so schlimm. Andererseits stimm ich euch auch zu die Peitsche sollte weg.
(10.05.2007, 14:42 Uhr)

Froggy: Hallo!
Ich will nur mal was allgemeines in die Runde werfen. Zuerst finde ich es falsch den Zirkus mit Tanzbärshows zu vergleichen so wie Sarah das tat. Tanzbären leben nicht im Zirkus sondern in Gebieten Russlands und der Mongolei wo sie auf unmenschliche Weise gequält werden. Das ist richtig. Und auch Zirkusse haben manchmal sehr schlimme Methoden. Ich bin generell gegn den Zirkus. Aber ich finde es übertrieben zu sagen das Kinder im Zirkus lernen wie man Tiere
sich selber unterordnet.Ich bin immer gegen´Tierquälerei egal welcher Form und deswegen finde ich das wir uns um Tierauswilderungs– und Schützungsprojekte kümmern sollten.
(27.01.2007, 18:50 Uhr)

Lena: ich war vorgestern im zirkus krone. hat mir sehr gut gefallen außerdem konnte ich da von tierquälerei keinesfalls etwas entdecken. vor allem bei den löwen.. da würde der nette herr doch wohl komplett doof sein wenn er seine lieben löwis quälen würde. wie sagte einer so schön ? selbstmord auf zeit !
(20.10.2006, 14:33 Uhr)

Tierfreund: Noch eine kleine Anmerkung: Die Bedürfnisse einiger Tieraten sind derart kompliziert, dass auf eine Haltung im Zirkus auf jeden Fall verzichtet werden sollte. Affen, Menschenaffen, Reptilien haben in solchen Unternehmen nichts zu suchen. Auch wenn sie bereits in Gefangenschaft geboren worden sein sollten, ist es nicht möglich ihren Grundbedürfnissen in einem Wanderunternehmen gerecht zu werden. Ich habe bereits viele Zirkusse gesehen und habe sowohl gute als auch schlechte Tierhaltungen vorgefunden. Aus diesem Grund möchte ich was dieses Thema betrifft keine Pauschalurteile fällen, sondern von Fall zu Fall abwägen. Ich bin jedoch der Meinung, dass die Haltung einiger Tiere durchaus auslaufen sollte, d.h. wenn z.B. der Elefantenbestand in Zirkussen auf natürliche Weise erschöpft ist, sollten keine neuen angeschafft werden. Denn so wichtig ist die Haltung von Tieren im Zirkus auch nicht. Ich denke in erster Linie an die Konsequenzen, die ein generelles Tierverbot von heute auf morgen mit sich bringen könnte. Wo soll man dann nämlich mit den Tieren hin. Daher wäre es sinnvoll sich darum zu kümmern, dass die Tiere in jedem Zirkus möglichst artgerecht gehalten werden, bis schließlich die Haltung einiger Arten auf natürliche Weise der Vergangenheitangehören wird.
(15.09.2006, 18:09 Uhr)

Tierfreund: Tierfreund: Die in obigem Artikel erwähnten Argumente wirken auf den ersten Blick stimmig, aber eben nur auf den ersten Blick. Einer genaueren und vor allem differenzierten Analyse halten sie nicht stand. Ein Beispiel hiefür ist die Äußerung "Glaubst du nicht auch, dass die Tiere ein freies Leben in ihrem natürlichen Lebensraum vorziehen würden, wenn wir ihnen die Wahl ließen?" Die Verfasser des Artikels gehen von wild gefangenen Tieren aus, ohne dabei zu berücksichtigen, dass die meisten im Zirkus gezeigten Tiere bereits in Menschenhand geboren wurden. Sie kennen daher gar kein Leben in der Wildnis und sind von Anfang an an eine gewisse Haltung gewöhnt. Daher ist die Haltung der meisten Tierarten weniger bedenklich, als man zunächst annehmen mag. Voraussetzung ist natürlich, dass auch zoo– bzw. zirkusgeborene Tiere in ihren Unterkünften eine Ausstattung vorfinden, die es ihnen ermöglicht Grundbedürfnisse und Spieltrieb zu befriedigen. Ein ebenfalls nicht wirklich zutreffendes Argument ist der große Bewegungsdrang der Tiere. Es handelt sich nämlich hierbei weniger um einen Drang, als vielmehr um eine Pflicht um in der Wildnis genug Nahrung zu finden. Nur deshalb sind die Territorien der Tiere in freier Natur so groß. In Menschenhand wird jedoch für die optimale Ernährung gesorgt, sodass die Tiere automatisch wesentlich weniger Raum benötigen. Natürlich sollten die Gehegen aber immer genug Platz bieten, um sich als Zirkustier die Beine vertreten zu können. Auf "begrenzten Raum" stoßen Tiere übrigens nicht nur im Zirkus oder Zoo, denn auch in freier Wildbahn sind die Reviere durch Duftmarken etc. genaustens abgesteckt. Die Umzäunungen eines Geheges werden daher von Tieren eher als eine normale Reviergrenze angesehen.

Die Dressur ist ein Kapitel für sich. Mit Sicherheit gibt es grausame Methoden, Tiere zu unnatürlichen Kunststücken zu zwingen. Aber zu behaupten, dass jede Dressur mit Gewalt verbunden sei, ist schlicht und ergreifend falsch. Die humanen Dressurmethoden basieren auf natürlichen Bewegungsabläufen und dem Vertrauen zwischen Tier und Tierlehrer. In dem Text zur Abbildung der Elefantendressur ist davon die Rede, dass die Peitsche – ob eingesetzt oder nicht – Symbol der Macht und Unterdrückung sei. Dies ist prinzipiell falsch. Die meisten Zirkustiere – gerade Elefanten – sind nun einmal von Natur aus viel stärker als ihre Dresseure. Um ohne massive Gewalt arbeiten zu können, muss der Tierlehrer die Stärke des Tieres ein wenig nachahmen, wobei ihm die Peitsche helfen kann. Es bedarf gar keines Einsatzes der Peitsche. Allein durch das Vorhandensein dieses Instruments merken die Tiere, dass ihr Tierlehrer nun ähnlich stark ist wie sie selbst, sie nehmen ihn ernst und akzeptiern ihn anschließend als einen "merkwürdig aussehenden" Löwen, Elefanten oder was auch immer... Wer einmal beobachtet hat wie gesellig lebende Tiere miteinander umgehen weiß, wie ruppig es hierbei zugehen kann. Dieses Verhalten lässt sich sowohl in Gefangenschaft wie auch in der Natur beobachten. Ein Tierlehrer muss von seinen Tieren daher immer ernst genommen werden und eine natürliche Autorität erlangen, wenn er nicht zu brutalen Mitteln greifen will. Bei in Gefangenschaft geborenen Tieren ereignet sich die Dressur übrigens ohne den im Artikel angesprochenen Willensbruch, da die Tiere von klein auf ihre kleinen Lektion lernen. Das ist letztlich nichts anderes als zur Schule zu gehen. Abgesehen davon sorgt die intensive Mensch–Tierbeziehung bei der humanen Dressur für Abwechslung und dient somit zusätzlich der Beschäftigung der Tiere.

Es gibt mit Sicherheit schlechte Tierhaltungen und grausame Dressurmethoden. Dies rechtfertigt jedoch noch lange keine Pauschalurteile. Im Gegenteil, es sollte Anlass sein, so manchen Aspekt in Sachen Tierhaltung etwas differenzierter zu sehen.
(15.09.2006, 17:47 Uhr)

Tierfreund: Die in obigem Artikel erwähnten Argumente wirken auf den ersten Blick stimmig, aber eben nur auf den ersten Blick. Einer genaueren und vor allem differenzierten Analyse halten sie nicht stand. Ein Beispiel hiefür ist die Äußerung "Glaubst du nicht auch, dass die Tiere ein freies Leben in ihrem natürlichen Lebensraum vorziehen würden, wenn wir ihnen die Wahl ließen?" Die Verfasser des Artikels gehen von wild gefangenen Tieren aus, ohne dabei zu berücksichtigen, dass die meisten im Zirkus gezeigten Tiere bereits in Menschenhand geboren wurden. Sie kennen daher gar kein Leben in der Wildnis und sind von Anfang an an eine gewisse Haltung gewöhnt. Daher ist die Haltung der meisten Tierarten weniger bedenklich, als man zunächst annehmen mag. Voraussetzung ist natürlich, dass auch zoo– bzw. zirkusgeborene Tiere in ihren Unterkünften eine Ausstattung vorfinden, die es ihnen ermöglicht Grundbedürfnisse und Spieltrieb zu befriedigen. Ein ebenfalls nicht wirklich zutreffendes Argument ist der große Bewegungsdrang der Tiere. Es handelt sich nämlich hierbei weniger um einen Drang, als vielmehr um eine Pflicht um in der Wildnis genug Nahrung zu finden. Nur deshalb sind die Territorien der Tiere in freier Natur so groß. In Menschenhand wird jedoch für die optimale Ernährung gesorgt, sodass die Tiere automatisch wesentlich weniger Raum benötigen. Natürlich sollten die Gehegen aber immer genug Platz bieten, um sich als Zirkustier die Beine vertreten zu können. Auf "begrenzten Raum" stoßen Tiere übrigens nicht nur im Zirkus oder Zoo, denn auch in freier Wildbahn sind die Reviere durch Duftmarken etc. genaustens abgesteckt. Die Umzäunungen eines Geheges werden daher von Tieren eher als eine normale Reviergrenze angesehen.

Die Dressur ist ein Kapitel für sich. Mit Sicherheit gibt es grausame Methoden, Tiere zu unnatürlichen Kunststücken zu zwingen. Aber zu behaupten, dass jede Dressur mit Gewalt verbunden sei, ist schlicht und ergreifend falsch. Die humanen Dressurmethoden basieren auf natürlichen Bewegungsabläufen und dem Vertrauen zwischen Tier und Tierlehrer. In dem Text zur Abbildung der Elefantendressur ist davon die Rede, dass die Peitsche – ob eingesetzt oder nicht – Symbol der Macht und Unterdrückung sei. Dies ist prinzipiell falsch. Die meisten Zirkustiere – gerade Elefanten – sind nun einmal von Natur aus viel stärker als ihre Dresseure. Um ohne massive Gewalt arbeiten zu können, muss der Tierlehrer die Stärke des Tieres ein wenig nachahmen, wobei ihm die Peitsche helfen kann. Es bedarf gar keines Einsatzes der Peitsche. Allein durch das Vorhandensein dieses Instruments merken die Tiere, dass ihr Tierlehrer nun ähnlich stark ist wie sie selbst, sie nehmen ihn ernst und akzeptiern ihn anschließend als einen "merkwürdig aussehenden" Löwen, Elefanten oder was auch immer... Wer einmal beobachtet hat wie gesellig lebende Tiere miteinander umgehen weiß, wie ruppig es hierbei zugehen kann. Dieses Verhalten lässt sich sowohl in Gefangenschaft wie auch in der Natur beobachten. Ein Tierlehrer muss von seinen Tieren daher immer ernst genommen werden und eine natürliche Autorität erlangen, wenn er nicht zu brutalen Mitteln greifen will. Bei in Gefangenschaft geborenen Tieren ereignet sich die Dressur übrigens ohne den im Artikel angesprochenen Willensbruch, da die Tiere von klein auf ihre kleinen Lektion lernen. Das ist letztlich nichts anderes als zur Schule zu gehen. Abgesehen davon sorgt die intensive Mensch–Tierbeziehung bei der humanen Dressur für Abwechslung und dient somit zusätzlich der Beschäftigung der Tiere.

Es gibt mit Sicherheit schlechte Tierhaltungen und grausame Dressurmethoden. Dies rechtfertigt jedoch noch lange keine Pauschalurteile. Im Gegenteil, es sollte Anlass sein, so manchen Aspekt in Sachen Tierhaltung etwas differenzierter zu sehen.
(15.09.2006, 17:44 Uhr)

Gerhard: Schön das es Lebewesen gibt, die sich Gedanken um Andere machen. Aber bedenkt mal Folgendes: Tiere, die in Zoos und anderen Tierhaltungen geboren werden haben in der Regel eine 100% Überlebenschance, in freier Wildbahn nicht ein mal 50. Wenn man die sogenannte Dressur von Tieren kritisiert, so bitte auch die Pferdedressur oder das Abrichten von Suchhunden. Wer die Haltung von Tieren bemängelt, sollte alle Tiere freilassen. Auch Tiere in sogenannten Tierasylen. Das gerade in Einrichtungen von Tierschutzvereinen Tiere in Käfigen gehalten werden finde ich dermaßen Perfide. Dann kommen diese sogenanten Tierschützer auch noch auf den Bolzen, Tiere aus ihrer angestammten Heimat, siehe Hunde oder Katzenvermittlungen aus Mallorka und Co.,nach Deutschland zu karren. Meist noch im Frachtraum eines Fliegers in einer viel zu kleinen Transportbox. Wenn also "Freiheit für Tiere" dann für alle. Vieleicht wird es dann bald durch natürliche Selktion und Anpassung wieder Wildrinder in unseren Wäldern geben. Die letzten noch verbliebenen Landwirte könnten sich voll auf den Anbau von Getreide und Gemüse beschränken und EU–Subventionen in Richt Milchviehhaltung können eingespart werden. Also last alle Hunde von der Leine, verwehrt den Haus–Katzen den Zutritt zu denselben
(26.07.2006, 23:18 Uhr)

Kopfschüttel: Lies eigentlich irgendjemand der hier Kommendierenden vom Artikel mehr als seine Überschrift? Der Artikel stellt Tierhaltung und Tiershows als solche in Frage und beschränkte seine Kritik eben nicht auf eine nicht tierschutzkonforme Haltung.
(25.07.2006, 22:55 Uhr)

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